35. BERLIN-MARATHON, 28. September 2008
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AUFBAUKÄMPFE
Sonnenwendlauf Bonames (10 km), 18.6.08
Hausener Halbmarathon, 27.7.08
Hüttenberg-Halbmarathon, 16.8.08
Mühlheim-Halbmarathon, 7.9.08
STRECKE ¤ VORBEREITUNG ¤ MARATHON ¤ STATISTIK ¤ BILDER
Flach, schnell und unauslöschlich (3) - Die Mauer ist weg
 
 
Entscheidend für unseren dritten Start in »Spree-Athen« waren die Endresultate von BOSTON im Frühling. Marathona Peanut war immer noch nicht unter vier Stunden angekommen, ich selber war um lumpige 52 Sekunden am großen Traum gescheitert. Höhere Gewalt hatte mich die scheinbar sichere Zeit unter drei Stunden gekostet. Wäre Boston anders verlaufen, wir hätten einen entspannten Sommer gehabt - Peanut wollte endlich mal wieder ans Meer - und Berlin wäre ohne uns über die Bühne gegangen. So aber mußten wir noch mal ran.
 
Wo, wenn nicht auf der Weltrekordstrecke einen Angriff auf die Bestzeiten starten?! Zumal ein selbstorganisierter Start in der Hauptstadt noch erschwinglich ist. Den Ostgipfel gab´s diesjahr ab 55 Euro! Deutschlands Laufspektakel Nummer 1 kassiert nicht vom Einzelnen, sondern durch die Masse und die Internationalität. 40
 000 Teilnehmer mit Begleitung aus aller Herren Länder machen die Preußenkapitale jährlich um kolportierte 25 Millionen reicher! Am Tag nach der Rückkehr aus Boston (24. April) haben wir uns zum Meldeschluß nominiert...
 
... für 35 Jahre Berlin - und Jahr 1 in einer neuen Zeitrechnung. Während große Sorgen auf mir lasteten - nach Freistellung vom Dienst konnte ich die ganze Energie ins Laufen stecken, zugleich hemmte das Training aber die Suche nach einem Neuanfang -, sollte 2008 Geschichte geschrieben werden. Der äthiopische Weltrekordmann Haile Gebrselassie verzichtete auf die Olympischen Spiele von Peking, um in Berlin als erster Mensch unter 2:04 Stunden zu bleiben! Seinen Fußstapfen folgend, sollte ein Anderer den Strich erstmalig in der selben Stunde mit dem Riesen sehen......
 
.:: DIE STRECKE ::.
Der Kampf wurde auf einem Rundkurs ausgetragen. Der Start lag westlich des Brandenburger Tores in der Lunge der 3,4-Millionen-Stadt, dem Großen Tiergarten. Auf flachen und ausladenden Asphaltchausseen und nahezu ohne Rhythmusbrechung führte die Route durch die Ortsteile Tiergarten und Moabit, dann durch Mitte und Friedrichshain nach Kreuzberg, weiter über Schöneberg und Friedenau bis nach Schmargendorf, und schließlich über Wilmersdorf und Charlottenburg wieder bis Mitte. Zurück in Tiergarten fand das Rennen nach dem Durchlauf unter der Victoria sein grandioses Finale. Neben den grundverschiedenen Gesichtern der Stadt wurden unterwegs solch geschichtsträchtige Orte und Bauwerke wie Siegessäule, Kanzleramt, Reichstag, Fernsehturm, Rathaus Schöneberg, Wilder Eber, Kurfürstendamm, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Gendarmenmarkt, Dom und Unter den Linden gestreift. Eine Million Schlachtenbummler tragen die Läufer alljährlich ins Ziel. Daß die Schleife durch Berlin nicht nur ansehnlich, sondern mit insgesamt nur 60 Steigungsmetern auch äußerst schnell ist, davon zeugen die sieben bisher dort aufgestellten Weltbestzeiten und Weltrekorde:
 
1977 - Christa Vahlensieck (Deutschland) 2:34:48
1998 - Ronaldo da Costa (Brasilien) 2:06:05 (erster Mensch über 20 km/h)
1999 - Tegla Loroupe (Kenia) 2:20:43
2001 - Naoko Takahashi (Japan) 2:19:46 (erste Frau unter 2:20)
2003 - Paul Tergat (Kenia) 2:04:55 (erster Mann unter 2:05)
2007 - Haile Gebrselassie (Äthiopien) 2:04:26
und...
2008 - Haile Gebrselassie (Äthiopien) 2:03:59

 
Interaktive Graphik:
>> Berliner Morgenpost
 
.:: DIE VORBEREITUNG ::.
Unsere Vorbereitungen waren frei nach den Kampfmustern aus Boston und denen des Greif-Club in einem Vier-Stufen-Plan gestaffelt: In sechs Wochen die Grundlagenausdauer erlangen, dann vier Wochen die Kraftausdauer fördern, weitere vier Wochen die Schnelligkeit verbessern, und die zwei letzten Wochen aktive Erholung.
 
 
Zu den alten Laufstrecken am Fluß Nidda hatten wir dabei zwei neue bekommen:
 
1. die Zufahrtswege des früheren Militärflugplatzes Frankfurt-Sossenheim, die vom Regionalpark Rhein-Main neu erschlossen wurden, und mit den Wegen am Sulzbach von Frankfurt-Höchst bis zum Opelzoo Kronberg nah beim legendären Mammolshainer Berg reichen (Länge: 13 Kilometer, Höhenunterschied: 240 Meter);
2. eine vom Laufmagazin »Runners World« vorgestellte Stadtrunde im Niddatalpark zwischen Praunheim, Ginnheim und Hausen (Länge: 6 Kilometer).
 
 
Das LAUFTAGEBUCH vom 9. Juni bis 28. September:
 
1. Wo. (130 km): Nach einem Sturz im Niddatalpark haben mich Prellungen und Schürfwunden an den Knien stark behindert. Genauso hätte ich mir aber auch das Genick brechen können... Zur Aufrichtung war das gute alte Nationalgefühl zurückgekehrt: die Fußball-EM! Die Adlerträger verloren jedoch gegen Kroatien. - Am 14. Juni haben wir an einem Laufseminar des früheren Spirtzenmarathonläufers Kurt Stenzel in einem Bad Sodener Laufladen teilgenommen. Die kleine Anzahl von fünf Teilnehmern erlaubte persönliche Fragen und Einblicke in eine Karriere, die Kurt nach einer Kollision mit einem Krad in der Vorbereitung auf den Olympiamarathon von Atlanta als damals 33jähriger beenden mußte. Der Vortrag behandelte sowohl die Praxis wie auch die Theorie, darunter:
 
Energiestoffwechsel
Trainingsmethodik
Video-Laufstilanalysen im Freien
Techniktraining und Kräftigung

 
2. Wo. (126 km): Es folgte der erste Schnellmacher durch einen Wettkampf...
 
.:: DER 1. AUFBAUKAMPF ::.
 
4. SONNENWENDLAUF RUND UM DEN ALTEN FLUGPLATZ BONAMES, 18.6.08
(10 Kilometer)
Die Sonne und der Mond
 
Nachdem der Kult um die Solstiz im Vorsommer Opfer eines Wolkenbruchs wurde, war der Wettergott anno 2008 auf Wiedergutmachung aus. Selbst in den Abendstunden strahlte in Frankfurt die S o n n e aus allen Rohren, das Gelände um den vormaligen Hubschrauberlandeplatz der US-Streitkräfte »Maurice-Rose-Airfield« war staubtrocken und zum Lauf bereit, und der soziale Ausrichter Werkstatt Frankfurt freute sich über 250 Teilnehmer, darunter viele Triathleten, die sich den Feinschliff für die Ironman-EM in drei Wochen holten.
 
Das Rennen war weitgehend eben, hatte aber durch seine Bodenbeschaffenheit den Charakter eines Geländelaufs. Nach einer Schleife über die Rollbahn des Flugplatzes stellten die Kuhlen und Furchen auf dem Deich und in den Auen der Nidda hohe Anforderungen - nicht nur an Herz und Lunge, sondern besonders auch an Sehnen und Gelenke. Nach einem Tunnel unter der Autobahn 661 und einer Flußquerung am Eschersheimer Wehr, verlief die Runde auf Kies- und Teerwegen noch mal unter der Autobahn hindurch, und bis zur Wende am Nordpark. Eine Holztreppe über den Kalbach bezwungen, ging es über einige Maulwurfshügel wieder auf den Fliegerhorst, wo die 10-Kilometer-Läufer ihre zweite Runde begannen. Die Kameraden der Halbdistanz und des Sportgehens waren an diesem Punkt im Ziel.
 
Den Wettkampf als Übung betrachtend, hatte ich bereits die acht Kilometer zum Start laufend zurückgelegt. Leider verging eine weitere Dreiviertelstunde bis zum Start um 19.30 Uhr. Und so hatten sich zu meiner Kreuzblockade und einer Knieblessur dann auch noch steife Muskeln und eine milde Dehydration gesellt. Vielleicht war ich zu schnell angegangen, vielleicht fehlte in der zweiten Schlaufe auch die Anfeuerung meines Ex-Laufkumpans Jockel (Jockel hatte mir beim ersten Durchlauf aus dem angrenzenden Freibad ein hämisches »Vitus, gib Gas!« spendiert), vielleicht waren es auch die auf der Strecke befindlichen Menschen mit ihren Tieren - wie auch immer: Nach 19 Minuten für die ersten fünf Kilometer bin ich komplett eingebrochen. 42 Minuten waren eine armselige Leistung für zehn Kilometer. - Peanut wiederum, hatte an ihrem Geburtstag bis in den Abend Dienst geleistet und war somit reichlich zermürbt. Immerhin kassierte sie im Ziel den Dank eines Mitläufers, den sie zu einer Zeit unter 55 Minuten gelotst hatte.
 
Nach einer Unterhaltung mit einem Eisenmann sind wir mit Ränzlein auf dem Kreuz noch acht Kilometer heim getrabt. Als wir in Rödelheim ankamen, schien schon der M o n d.
 
ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter: sonnig, Werte um 25ºC, leichter Wind
 
Teilnehmer im Ziel: 239 (10 km: 176, 5 km: 44, NW: 19)
10-km-Läufer im Ziel: 176 (M: 129 / W: 47)
 
Männer:
1. Andreas Heimel (Taunusstein) 35:42
2. Stefan Unger (Griesheim) 36:03
3. Thorsten Winter (Oberursel) 37:12
23. Kampfläufer Vitus (Frankfurt) 42:20 (12. M40, 23. Gesamt)
 
Frauen:
1. Prisca Lepper-Schwarzer (Oberursel) 43:00
2. Sibylle Rautenberg (Frankfurt) 44:25
3. Caroline Volz (Eschborn) 44:32
17. Peanut (Frankfurt) 54:42 (8. W40, 118. Gesamt)
 
Ergebnisse:
Team Endzeit
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3. Wo. (131 km): Scheint so, daß mich immer in den Vorbereitungen auf Berlin eine Zahnextraktion ereilen muß. Und da der Staat seine Fürsorge für Ersatz eingestellt und seinen Bürgern überlassen hat, wird D´land schon bald ein Land der Zahnlosen sein. Zu allem Unheil mußte ich mir auch noch einen Zehennagel abreißen. Damit war Laufen nur unter Schmerzen möglich... Sei´s drum: Lang´ ist´s her, daß ich ein Fußballspiel so genossen habe, wie das am 25. Juni zwischen Deutschland und der Türkei (3:2). Das friedlichste Fußballfest aller Zeiten. Mit dem Untergang des Halbmonds wechselten auch flugs der Glaube und die Nationalität - und final hatten sich alle lieb. Nur im bösen Osten hat es ein paar Flächenbrände gegeben... - - Und dann das: 35 Kilometer völlig allein in der Natur. Kein Telefon, kein Funk, nur die Stoppuhr, die Laufschuhe und ein gesunder Körper. Bei einem Selbstversuch auf meiner 35-Kilometer-Runde habe ich in einer Zeit von 3:08 Stunden, bei 26 Grad im Schatten, unter Verzicht auf Wasser und jeglichen Proviant, 3,1 Kilo verloren.
 
4. Wo. (150 km): Laufen macht frei, müde und einsam!
 
5. Wo. (170 km): Derweil Peanut nach 88 Wochenkilometern den Runners Blues hatte ( »Das ist meine letzte Marathonvorbereitung. Es macht keinen Spaß mehr!« ), wurde mein Training von mitunter heftigen Zahnschmerzen bestimmt. Hinzu kamen Anzeichen von Übertraining: Muskeln, Gelenke und Sehnen hielten, aber ein erhöhter Puls, Übelkeit und Atemnot sorgten für einige Beklemmungen. Um noch etwas abzuspecken, verzichte ich zwölf Wochen vor Berlin auf jegliche Alkoholika. Die fünfte der Grundlagenwochen sah so aus:
 
Mo.: 24 km Steigerungslauf
Di.: 25 km mit 6 x 1000-m-Wiederholungen
Mi.: 30 km, davon die erste Hälfte bergan, die zweite bergab
Do.: VM: 24 km ruhiger Dauerlauf; NM: 12 km als Lokomotive für Peanut
Fr.: Ruhetag
Sa.: 38 km in 3:15 Stunden mit 10 schnellen letzten Kilometern
So.: 17 km Wiederherstellung

 
6. Wo. (170 km): Zwei Salutionen:
1. Peanut hat ihr Tief überwunden und zieht wieder voll mit. Am Mittwoch sind wir den richtungungsweisenden Maximaltest über 15 Kilometer erstmals in 1:25 Stunden gelaufen. Damit hat Peanut das Potenzial, den Berlin-Marathon unter drei Stunden zu schaffen.
2. Für den »Langen«: Einem der begabtesten Radsportler Deutschlands aller Zeiten, dessen Leben von den Obrigkeiten der DDR und BRD zerstört wurde, und mit dem ich in den 70er und 80er Jahren zusammen Radrennen fuhren durfte - die Rede ist von Wolfgang Lötzsch - ist im Nachhinein ein filmisches Ehrenmal gesetzt worden: »Sportsfreund Lötzsch«. Die Lebensgeschichte kommt jetzt in ausgewählte Kinos!
 
7. Wo. (117 km):
 
.:: DER 2. AUFBAUKAMPF ::.
 
32. HAUSENER VOLKSWALDLAUF, 27.7.08
(Halbmarathon)
Langsam, heiß und hart im Mühlheimer Wald
 
Im Südosten des Rhein-Main-Gebiets, in der Reißbrettstadt Obertshausen, die es in präglobalisierten Zeiten als Lederhochburg zu etwas Wohlstand brachte, hat unser erster »richtiger« Wettkampf stattgefunden. Ausgerechnet am bis dahin ungemütlichsten Tag des Jahres. Der letzte Julisonntag sollte nicht nur von einer kurzen Nacht eingeläutet, sondern mit über 30 Grad am frühen Morgen auch sehr heiß werden! Und es bedurfte schon der Unempfindlichkeit eines Fakirs, sich zwecks Präparation in die für über tausend Volksläufer viel zu klein geratene Halle der Turngesellschaft von 1897 hineinzupressen. Auch der zusätzlich geöffnete Notbehelf Waldschule brachte da keine Entzerrung. Zumindest wir zwei hatten uns lieber zwischen den Zecken im Unterholz als im Dunst der Menschen vorbereitet.
 
Punkt 8.30 Uhr erfolgte auf dem Sportplatz der TGS Hausen an der Aachener Straße der Start. Nach zwei Einführungsrunden auf Asche zweigte die Strecke von der Westkurve in den Mühlheimer Wald ab, wo auf flachem Terrain zwei Runden von je zehn Kilometern Länge zu bewältigen waren. Zwei Bahnen auf roter Erde komplettierten den Halbmarathon.
 
Ein Stau zu Beginn, rätselhafte Wegzeichen, dazu rauhes Geläuf im Verbund mit der Schwüle: schon früh war ich naß bis auf die Knochen und jede Hoffnung auf das gesteckte Ziel im Keim erstickt. Nach einem hitzigen Auftakt durfte ich die Kilometer 5 bis 15 mit einem Vertreter des SSC Hanau-Rodenbach in uhrwerksgenauen Schnitten von 4:06 Min. pro Kilometer absolvieren. Im Schlußteil kam uns dabei noch ein halbes Dutzend von vorne entgegen, darunter der alte Hase Behle, dem ich eine Minute abnahm. Neben einem 17. Gesamtplatz hatte mir die längere Puste auch noch einen 3. Altersklassenplatz beschert. - Peanut hatte härter unter den Umständen gelitten. Die Hitze hatte ihr fast den Atem genommen. Zudem wurde sie von 10-Kilometer-Läufern beeinträchtigt, die sie ausgangs der ersten Runde überholten. Letztlich tauchte Peanut eine halbe Stunde nach mir aus dem Wald auf und mußte mit einem Platz im hinteren Mittelfeld zufrieden sein. Mit 1:27 und 1:57 Stunden hatten wir die Ziele um je vier Minuten verfehlt.
 
Nach dem Rennen gab es für uns ein Wiedersehen mit Altmeister Stenzel, dessen Filius Vierter über die 5000 Meter wurde. Die Ehrungen zogen sich ins Unendliche. Zweieinhalb Stunden nach meinem Zieldurchlauf (und einer ebenso langen Pein für Nase und Ohr durch Mampf und Musik) haben wir wieder mal ohne Plakette und Erinnerungsfoto das Feld geräumt. Die drei in den Rasen gerammten Holzpflöcke für die Ersten ihrer Klasse wurden ohne Kampfläufer Vitus bestiegen.
 
ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
sonnig und schwülwarm mit Werten bis 31ºC
 
Teilnehmer gemeldet:
ca. 1400 (Halbmarathon, 10 km, 5000 m, NW, 1000 m, 400 m, 200 m)
Teilnehmer am Start:
1042
Teilnehmer im Ziel:
924
Halbmarathonläufer im Ziel:
379 (M: 308 / W: 71)
 
Männer:
1. Martin Skalsky (Mainz) 1:14:38
2. Markus Riefer (Nidderau) 1:16:39
3. Dirk Schönbeck (Maintal) 1:17:44
17. Kampfläufer Vitus (Frankfurt) 1:27:32 (3. M45, 17. Gesamt)
 
Frauen:
1. Sigrid Grygosch (Heusenstamm) 1:39:12
1. Ute Steffek (Johannisberg) 1:39:34
3. Gabriele Timmermann (Rodenbach) 1:39:51
23. Peanut (Frankfurt) 1:57:30 (4. W45, 255. Gesamt)
 
Ergebnisse:

Team Endzeit
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8. Wo. (152 km): Zum einen haben die mäßigen Zeiten von Obertshausen die Vorbereitungen empfindlich gestört. Zum anderen wurde Peanut von der andauernden Dürre komplett zerrommelt. Es wird nun schwer, das einsame und oft so öde Lauftraining weitere acht Wochen Tag für Tag durchzuhalten!
 
9. Wo. (140 km): Eine Muskelverletzung, die mir bereits die Berlin-Marathons ´06 und ´07 zunichte machte, und die von den »Sportmedizinern« der BRD nie näher untersucht wurde (Merke: »Kassenpatienten« sind in diesem System nur zahlender humanoider Schrott!), war wieder aufgebrochen. Ein Unheil, das mich weit zurückwarf. Ich hatte die Wahl, komplett zu pausieren (und damit den Stoffwechsel in den Keller zu fahren), oder den Schmerz zu ignorieren (und eine chronische Verletzung zu riskieren). Ich habe weitertrainiert, unter Diclofenac, mit niedriger Belastung und einem dumpfen, krampfartigen Schmerz im Oberschenkel. Wenn schon totlaufen, dann konsequent und schnell! Obendrein wurde am 8. August im »Vogelnest« von Peking die XXIX. Olympiade eröffnet. Schneller, höher und reicher in die Endzeit!
 
10. Wo. (113 km): Wer wagt, gewinnt! Kontinuierliches Weiterlaufen, dazu gezielte Kraftübungen und Durchwalken der »Hamstrings«, haben mich am achten Tag wieder aufgerichtet. Das war ein kleines Wunder, eine Blitzheilung!
 
.:: DER 3. AUFBAUKAMPF ::.
 
21. VOLKSBANK KERWE-LAUF HÜTTENFELD, 16.8.08
(Halbmarathon)
Längs alter Munitionsbunker durch die Heide
 
Mal wieder hatte sich alles gegen einen verschworen: Noch rechtzeitig war der eine Oberschenkel ausgeheilt, da mußte ein Insekt in den anderen stechen. So kam es, daß ich mich an jenem Sonnabendmittag mit einem dicken und schrecklich juckenden Bein zusammen mit Peanut auf eine weitere Fahrt über die Dörfer machte. Die Reise führte ins Dreieck von Heppenheim, Viernheim und Lampertheim, dahin, wo sich Rhein und Odinwald berühren. Doch wie ohne Auto zum Start kommen? Nun, der Erfinder des Laufs hatte uns von Hemsbach aus ein Taxi zum Festpreis klargemacht. - Eine Stunde vorm Peng war der Lampertheimer Stadtteil Hüttenfeld erreicht, die Anmeldung getätigt, und die Umkleidung unter freiem Himmel neben dem von gebrutzeltem Fleisch und Bier geschwängerten Kirmesplatz am Bürgerhaus erledigt. Zur Startlinie war es dann noch ein halber Kilometer über eine Landesstraße hinweg aufs offene Feld.
 
Der Start der 21,1-Kilometer-Distanz war auf 16.45 Uhr gelegt. Der Schuß für die 200 Aktiven (die meisten mit süddeutscher Mundart), fiel bei Sommersonnenschein, trockenen Konditionen und nur schwachem Wind. Die Laufstrecke war eben und verlief auf zwei deckungsgleichen Runden entlang ehemaliger Wehrmachtsbunker (nach dem Krieg: der amerikanischen Truppen) durch die dichtgrüne Viernheimer Heide. Im steten Wechsel ging es über geteerte und gekieselte Waldschneisen, durch Sandkuhlen, über Grasbüschel, sowie eine freie Ackerfläche, die den Läufer zum äußersten Tempo zwang. Damit war Hüttenfeld ein weiterer Kampf im Verborgenen, einer, der im Buschwerk unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfand.
 
Nach den unschönen Vorzeichen durfte ich mit dem Verlauf überaus zufrieden sein. Auf einen Blitzauftakt mit 3:41 Min. für den ersten Kilometer war es mir in der Folge gelungen, die Kilometer allein und fast sekundengenau in 4:03 Min. durchzuziehen. Über diese Konstanz hatte ich das Feld auf der zweiten Schleife aufgerollt, und als Gesamt-13. Bronze in der Altersgruppe erobert. Der Wiesbadener Schneider, mit dem mich seit Frankfurt ´04 eine flüchtige Bekanntschaft verbindet, war als Sieger 5:48 Min. vor mir ins Ziel gerannt. Peanut wiederum konnte ihre Halbmarathonzeit binnen drei Wochen um über zwei Minuten auf 1:55 Std. drücken und sich damit ihrem Traum »Berlin 3:59« weiter annähern.
 
Folgende Eigentümlichkeiten verliehen Hüttenfeld einen K u l t c h a r m e:
1. Es gab keine Voranmeldung, die Anmeldung konnte nur vor Ort erfolgen.
2. Jeder ins Ziel Gekommene wurde - statt mit der ausgeschriebenen Medaille - mit einer kleinen Läuferskulptur geehrt.
3. Als Verpflegung wurde im Ziel nur Wasser gereicht.
4. Die Rückgabe der Startnummer wurde mit einem Gönnertrikot belohnt (solange der Vorrat reichte).
5. Das Brausen im Bürgerhaus erfolgte ohne Geschlechtertrennung.
6. Der Kuchen danach mußte »vorm Rennen reserviert« werden. Peanut stand nach ihrer Ankunft vor den letzten Krümeln und mußte die Rückreise mit knurrendem Magen antreten. »Beim nächstenmal wissen sie das«, wurde ihr von der Gouvernante des süßen Gebäcks versprochen.
 
Wir hatten den Halbmarathon hinter uns, die lange Rückfahrt vor uns - und nichts zu essen. Wir hatten Kohldampf mitten in Deutschland!
 
ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
sonnig, Temperaturen um 26ºC, schwacher Wind aus Süden
 
Teilnehmer am Start:
399 (Halbmarathon, 10 km, 2000 m)
Teilnehmer im Ziel:
394
Halbmarathonläufer im Ziel:
185 (M: 147 / W: 38)
 
Männer:
1. Martin Schneider (Wiesbaden) 1:19:18
2. Daniel Huber (Lauda-Königshofen) 1:20:02
3. Frank Ritter (Niederkirchen) 1:20:08
13. Kampfläufer Vitus (Frankfurt) 1:25:06 (PB, 3. M45, 13. Gesamt)
 
Frauen:
1. Anne Zanzinger (Crailsheim) 1:26:54
1. Elke Gärtner (Wiesbaden) 1:34:53
3. Ute Gronwald (Kassel) 1:37:24
21. Peanut (Frankfurt) 1:55:13 (6. W45, 127. Gesamt)
 
Ergebnisse:

Team Endzeit
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11. Wo. (160 km): Verraten und verkauft! Der Preistreiberei zu Lande folgte die Habgier in der Luft: Nachdem die Deutsche Bahn ihre Preise gegenüber dem Vorjahr verdoppelte (Frankfurt-Berlin von 116 auf 262 Euro, die Sparpreise wurden dabei an eine bekannte Auktionsplattform verschachert), sahen sich jetzt auch die Fluggesellschaften »gezwungen, einen Kerosinzuschlag zu erheben« (Frankfurt-New York 80 Euro). Der Sportler mußte machtlos blechen und verabschiedet sich von den fernen »Majors«. Lebt wohl, Boston, London, Berlin, Chicago und New York - Hallo Deutschland! - - Eine Woche nach dem Halben von Hüttenfeld habe ich meinen Trainingsrekord über 40 Kilometer pulverisiert: von 3:23 auf 3:08 Std., mutterseelenallein und mit nur minimaler Wasseraufnahme an einer Quelle. Tags darauf stellte Kenias Wanjiru mit 2:06:32 den olympischen Marathon-Rekord auf.
 
12. Wo. (150 km): Ein Teilstück voller Beeinträchtigungen abseits des Sports. Dreiste Abzocker und Rechnungsschreiber suchten Streit. Parasiten, um die sich Profis dank Athleten-Managern nicht sorgen müssen. Zudem waren Clowns mit Schlips und Kragen auf Drahtesel umgestiegen - um unsere Laufstrecken am Fluß Nidda als »Radfahrer« auf dem Weg zum Schreibtisch schon am Morgen zu vermüllen. Die hohen Benzinpreise waren schuld... Dagegen hat Peanut in dieser Woche erstmals als Läuferin die 100-Kilometer-Marke geknackt.
 
13. Wo. (116 km): Am 3. September, 9:00 a.m. Eastern Time, wurde die Online-Registrierung für den BOSTON-MARATHON am 20. April 2009 geöffnet. Um 15.03 Uhr MESZ stand mein Name auf der Meldeliste. Peanut verzichtete wegen dem für sie schwierigen Streckenprofil.
 
.:: DER 4. AUFBAUKAMPF ::.
 
36. INT. VOLKSLAUF MÜHLHEIM, 7.9.08
(Halbmarathon)
Blitzfeldzug auf wilden Wegen - von einem berauschenden Sieg im hessischen Wald
 
Das schnelle Waldrennen von Mühlheim am Main sollte uns die letzte Kraft für Berlin bringen. Wie im Vorjahr, würde es von der Sportanlage Dietesheim aus nach Süden auf eine der schönsten und waldreichsten Strecken Hessens gehen. Lämmerspiel ohne topographische Aufgaben passiert, folgte an der Tannenmühle in Obertshausen-Hausen die Wende, und es ging über wilde, aber flache Wege durch alte Basaltsteinbrüche zurück ins »Diddesemer« Stadion. Nach einem verregneten Vortag durften sich die Läufer über eine gesäuberte, fast schon herbstreine Luft freuen. Frau Sonne gab sich die Ehre, doch hielten sich die Werte im ausdauerfreundlichen Bereich.
 
Um neun gab das Stadtoberhaupt den Start frei. Traditionell verlief der Auftakt auf der roten - heute auch tiefen - Asche des Stadions. Erschwerend mußte sich die Spitze ausgangs des ersten Kilometers von der Innenbahn durch Überrundete knüppeln, um darauf in den Wald entschwinden zu können. Früh war das Feld in kleine Rudel oder Einzelkämpfer zerrissen. Das gleiche Niveau hatte mich am vierten Kilometer mit dem kraftvoll und ästhetisch laufenden Frankfurter Behle vereint. Im Schnitt von 4:00 Min. für den Kilometer legten wir zusammen den vierten bis achten Kilometer zurück - bis Behle plötzlich nicht mehr dran war. Den Rest (13 Kilometer) durfte ich wieder mal allein im grünen Forst bestreiten. Über recht feuchtes und wackeliges Geläuf, das von Spuren abtransportierter Bäume und von drehenden Winden zusätzlich erschwert wurde, war es mir unter voller Kraft gelungen, keinen Kilometer langsamer als 4:08 Min. zurückzulegen. Das Ziel »Halbmarathon in 1 Stunde 23 Minuten« war zwar verfehlt, aber mit dem 13. Platz unter 391 Ankommern und einem Sieg bei den Masters dennoch ein schöner Erfolg errungen. Hätte mir noch vor Wochen jemand gesagt, irgendwann würde ich Altmeister Behle die Hacken zeigen - und obendrein drei Minuten abnehmen! -, hätte ich ihn als pille-palle erklärt (so wie es manch ein von mir Nicht-Wiedererkannter wohl mit mir getan hat). Dominiert wurde der Wettlauf vom für den SSC Hanau-Rodenbach startenden Schönbeck, der im Zwei-Wochen-Takt Halbmarathons rennt - und gewinnt. - Partnerin Peanut schlug sich ganz hervorragend. Nach meiner Vorgabe von 1:54 (besser noch: 1:53 Std.), gelang ihr gegenüber Hüttenfeld eine Steigerung von über zwei Minuten. 1:52:59 Std. bedeuteten nicht nur persönlichen Rekord, sondern öffneten ihr die Türen zu einer Marathonzeit von 3:58 Stunden! Grund genug, für ein Freudentänzchen im Ziel.
 
Damit war die letzte Etappe auf dem Weg nach Berlin gemeistert. Mühlheim erfüllte alle Hoffnungen. Fast alle. Nur das Erklimmen des Siegertreppchens blieb mir wieder verwehrt. »Ab 13 Uhr, beginnend mit den Unterdistanzen«, sollten die Ehrungen stattfinden. Frühestens zweieinhalb Stunden nach meinem Zieldurchlauf also. Nach einem Zuckerwasser vom flügelverleihenden Geldgeber und dem Besuch der wespenbelagerten Kuchentheke haben wir den Abzug angetreten. Die TG Dietesheim durfte sich über ein neues Teilnehmerhoch von 840 freuen. Damit festigte der seit den frühen Siebzigern bestehende Halbmarathon seinen Ruf, einer der bedeutendsten seiner Art im Lande zu sein.
 
ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter: freundlich, 18ºC, drehende, teils böige Winde aus Süden
 
Teilnehmer am Start: 840
Teilnehmer im Ziel: 800 (HM: 391, 10 km: 327; Rest: NW, 5000 m, 1000 m, 600 m)
Halbmarathonläufer im Ziel: 391 (M: 302 / W: 89)
 
Männer:
1. Dirk Schönbeck (Maintal) 1:14:51
2. Christian Frank (Wächtersbach) 1:14:56
3. Björn Kuttich (Offenbach) 1:15:05
13. Kampfläufer Vitus (Frankfurt) 1:24:56 (PB, 1. M45, 13. Gesamt)
 
Frauen:
1. Ute Kleber-Schad (Obertshausen) 1:31:06
2. Petra Seibert (Frankfurt) 1:33:22
3. Renate Henrich (Offenbach) 1:36:02
24. Peanut (Frankfurt) 1:52:59 (PB, 6. W45, 240. Gesamt)
 
Ergebnisse:
Team Endzeit
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14. Wo. (160 km): Nach Mühlheim war nur noch Runner´s High............ Das 35-Kilometer-Training hab ich bei gefährlichem Grippewetter mit Regen, peitschendem Wind und empfindlicher Kühle unter einer unterwegs gefundenen Mülltüte absolviert. In 2:54 Stunden. Rekord, was sonst?!
 
15. Wo. (111 km): Grundlagen (Ausdauer) waren gelegt, Vorbereitungsphase I (Kraft) und Vorbereitungsphase II (Schnelligkeit) schon ausgeführt. Vierzehn Wochen war alles gut - bis Peanut zwei Wochen vorm Kampf durch Kratzen und Schmerzen in den Atemwegen flachgelegt wurde und um ihren Start bangen mußte!
 
16. Wo. (39 + 42,195 km = Gesamt 2177 km): Den Schutzheiligen sei Dank, war P. gerade noch zur rechten Zeit gesund geworden! Somit konnten wir unverletzt, waldlaufgestählt und kampfbereit nach Berlin fahren. In den zurückliegenden 16 Wochen bin ich bei nahezu täglichem Übens (teils auch zweimal am Tag) knapp 2200 Kilometer gelaufen, davon 1631 innerhalb der »klassischen« zwölf Vorbereitungswochen. Oder auch: jeden Tag einen Halbmarathon die Nidda rauf und wieder runter! Peanut hat mit fünf Wocheneinheiten 1308 Kilometer gemacht, von denen 1000 Kilometer im letzten Vierteljahr lagen. Mit dem Ritual der dreitägigen Saltin-Diät war alles Erdenkliche für neue Rekordzeiten getan.
 
.:: DER MARATHON ::.
 
35. real,- BERLIN-MARATHON, 28. September 2008
Donnerstag, 25. September
 
Vorwärts! Vorwärts nach Berlin! Wohlweislich früh, drei Tage vorm großen Lauf, sind wir in den Osten gefahren. Am Donnerstagnachmittag war das gebuchte Marathonquartier bezogen. Eine Woche lang durften wir in einem Jugendstilappartement mit Stuck an den Decken und knarrenden Dielen unter den Füßen logieren. So wie es im Berlin der Goldenen Zwanziger typisch war. Die Bleibe lag im Regenbogenkiez Schöneberg (Westberlin), wenige Straßen vom berühmten Rathaus und dem Streckenkilometer 23,5 entfernt. Jener Streckenpunkt war zugleich die einzige Nähe zum Marathon. Denn nach vier Stunden Schlepperei von Sack und Pack, war ich vom Läufer zu einem Sherpa mutiert. Und dann stand uns auch noch der weite Weg in die Siemensstadt bevor, wo sich im Kabelwerk die Startunterlagenausgabe mit der Marathonmesse diesmal befand. (Offiziell erfolgte der Umzug an die arme Randlage ganz im Nordwesten wegen Terminkollisionen am alten Standort Messe Berlin. Nachvollziebar gegeizt wurde indessen am Starterbeutel. Drei Gratisproben Mineralgetränk, Massageöl und Blasenpflaster: mehr kam 2008 nicht in die Tüte!) Um sieben waren Registration, Pasta-Party sowie Besuche an den Werbe- und Verkaufsständen von Adidas, Bursche, interAir, Oberelbe-Marathon und SCC Running getätigt. Gegen 22 Uhr sind wir in einen komagleichen Schlaf gefallen.
 
Freitag, 26. September
 
Nach dem Vortag fühlte ich mich, als hätte ein Eisbär auf mir geknackt. Heute konnte es nur um Wiederherstellung gehen. Durch einen auflockernden Trab im Park, durch eine gute Muskelpflege und durch ein gutes Abendessen. Nebenbei hatte Peanut auch noch ein Studio entdeckt, in dem ich mir 45 Stunden vorm Start zwei schmerzhafte Hühneraugen entfernen ließ. Blumen an die kleine Perserin vom »Kosmetikstudio Yaas«. Ohne diese Not-Operation wäre Berlin zur Hölle geworden!
 
Sonnabend, 27. September
 
Der letzte Tag vorm Marathon muß abgeschafft werden. Jeder, der schon mal monatelang auf ein Ziel hingearbeitet hat, weiß was gemeint ist. Jeder Versuch einer Ablenkung ist zum Scheitern verdammt. Die Gedanken an den morgigen Kampf waren allgegenwärtig, besonders als sich der Tag dem Ende neigte... Um 22 Uhr habe ich versucht, Schlaf zu finden... und eine halbe Stunde vor Mitternacht waren die Sinne wieder hellwach. Geräusche hatten mich hochgeschreckt und mir die Rückkehr ins Reich der Träume verwehrt. Was einem da so durch den Kopf geht... Sich ein Bier reinschütten? Übernächtigt starten... mit der Option einer Aufgabe... um eine Woche später woanders anzutreten... Oder gar S t a r t v e r z i c h t?... Bis zum ernüchternden Schluß, daß man mit dem ungeheuren Druck nicht klar kommt und bei jedem anderen Marathon genauso versagen wird! Stunde um Stunde verrann... die Nacht verging... und der Morgen dämmerte herauf. Kein Schlaf bis zur Quadriga!
Vorm Olympiastadion (© Vitus)
Sonntag, 28. September
 
BERLIN-MARATHON! Nachdem ich im Vorjahr überhaupt kein Auge zugekriegt hatte, hatte ich es diesmal auf ein Nickerchen von etwa 90 Minuten gebracht. Im Strudel meiner Probleme war die Nacht auch für Peanut unruhig gewesen. Neben dem faden Geschmack in den Augen, stach beim Aufstehen auch noch was in meiner rechten Wade. Zumindest fühlte ich mich nach einem Trab um die Häuser besser... Nach dem gemeinsamen Frühstück haben wir uns mit der S-Bahn zur Station »Unter den Linden« bewegt, um 8.45 Uhr waren die Kleidersäcke eingelagert, und dann blieb noch eine Viertelstunde für den langen Weg durchs Tiergarten-Areal, für eine letzte Verrichtung, einen letzten, vereinenden Trunk (Gatorade vom Boston-Marathon) und das hartnäckige Hineindrängen in die Blöcke. Durch dorniges Gebüsch und über urin- und kotbeladenes Laub hatte ich mich um 8.56 Uhr in den ersten Sturm der Sub-2:20-Athleten gemogelt - vier Minuten vor Rennbeginn! Ich sage nur: schön angeschwitzt und mit Adrenalin bis an die Kehle. Peanut wurde vom Drunter und Drüber in letzter Sekunde in den E-Block für Zeitziele bis 3:35 Stunden gespült. Sodaß wir den Kampf zur selben Minute - in der ersten von drei Kolonnen - aufnehmen konnten. Berlin sollte zu einem weiteren Himmelfahrtskommando werden, daß sich diesmal in vier Phasen unterteilte:
 
1. Phase: Von Kampfwillen beseelt
 
Mit den Herbstheiligen als Verbündeten hob sich bei strahlendem Sonnenschein, kühlen Temperaturen und leichtem Wind um 9 Uhr Berliner Ortszeit der Vorhang zum »jroßen Marathon«! Tief Luft holen, Blick nach vorn, und ab! Herr Wowereit ließ das Läuferheer von der Kette, diesmal zusammen mit Joachim Löw. Nach wenigen Sekunden hatte ich die Zeitmaschine überlaufen - direkt unter den Augen des Statthalters und des deutschen Nationaltrainers! Ab sofort tickten die Zeiger. In meinem Nacken 40
 000 Profis und Amateure aus 107 Nationen des Erdballs. Berlin ist der drittgrößte und internationalste Marathon der Welt, jeder Zweite ist ein Ausländer! Vom Tiergarten aus schob sich die gigantische Masse westwärts nach Charlottenburg. Die Siegessäule mit dem im Sonnenglanz schwebenden »Goldenen Meechen« Viktoria wurde passiert, und am »Knie« von Moabit erfolgte der Schwenk von der breiten Chaussee nach Norden über die Marchbrücke und den Landwehrkanal. Mit Wut im Bauch war ich angelaufen, und schon nach fünf Kilometern tat es erstmals in den Oberschenkeln weh! Das Kittchen und der lichtmoderne Hauptbahnhof blieben links zurück, das Regierungsviertel mit der Glaskuppel des Reichstages rechts, und der Ortsteil Mitte war erreicht. Gleichbedeutend mit dem ersten Stimmungshöhepunkt der Strecke: Am Ende der abfallenden Reinhardtstraße erstrahlte das Revuetheater Friedrichstadtpalast mit einem unglaublichen Menschenmeer zu allen Seiten. Es waren wieder weit über eine Million. An diesem Punkt entschied ich, etwas defensiver zu laufen.
 
2. Phase: Durch die Mauer der Zweifel
 
Auf den Endlosmagistralen der Torstraße und der Mollstraße lag der Kilometer 10, und mit knapp über 40 Minuten lag ich hervorragend im Rennen. Es lief auch wieder besser. Das erste Viertel war überstanden und der Hauptstadt-Marathon beschritt neues Territorium: Erstmals führte der Kurs deutlich weiter in die »Platten« von Ost-Berlin hinein, bis zum Platz der Vereinten Nationen, wo ein Schwenk zum Kreisel des gutbesuchten Strausberger Platzes erfolgte. Nach dem Kreuzen der ehemaligen Parademeile der DDR folgte die nächste Neuigkeit durch eine diskrete Erhöhung über die Michaelbrücke hinweg. Ein Zuschauer murmelte etwas von: »Det is die Spree.« Südlich des Wassers war das Krisengebiet »Klein-Ankara« Kreuzberg erreicht. Über Heinestraße, Moritzplatz und Kottbusser Damm ging es vorbei an Hausbesetzern und Freigeistigern ins fremdkulturelle Neukölln mit Kilometer 17 und der Hasenheide, wo in grauen Vorzeiten neben Turnen auch erstmals volkstümliches Laufen betrieben wurde. Heute sollen die Independentrocker Blackmail dort gespielt haben. Aber dafür hatte ich weder Ohr noch Auge. Denn nun kamen die Erinnerungen ans Vorjahr alle wieder hoch. Die schlimmen Krämpfe nach Schlafentzug mit dem totalen Debakel am Ende. Immer mehr Läufer zogen nun an mir vorbei. Hätte ich doch von Anfang an auf Nummer sicher gehen sollen, und mich einfach nur an den Tempoarbeiter für »2:59« hängen sollen? Um so zumindest die begehrte Zeit abzusichern! So aber lief ich mein eigenes Rennen, stur nach den selbstgestoppten Kilometern. Und die lagen mit 4:05 bis 4:10 Minuten weit unter dem, was die Muskeln und Knochen je zuvor hergegeben hatten! Die Verunsicherung war total und das Selbstbewußtsein schwand jetzt zusehends!
 
3. Phase: Die Überschreitung des Rubikon
 
Es glich schon fast einer Flucht, einem Zieleinlauf unterm Halbmarathonbanner auf der Schöneberger Goebenstraße, das ich nach wahnsinnigen 1:26 Stunden erreichte. Wenigstens bis hier hatte die Kraft gereicht. Alles Kommende war der Lauf ins Blaue hinein. »Entweder beginnt an dieser Stelle eine neue Zeitenrechnung - oder ich sterbe den Heldentod.« Mehr konnte nicht passieren. Und es gab nun auch kein Zurück mehr. Auf der Martin-Luther-Straße war das Rathaus Schöneberg erreicht. Hier, wo ich mit Peanut einquartiert war und wo Kennedy kurz vor seiner Ermordung prophezeite: »Entweder wir kämpfen miteinander für den Frieden, oder wir werden miteinander in Flammen untergehen!« Vier Jahrzehnte später war das heute sowas wie der Sinnspruch für die nächsten Kilometer. Über den Innsbrucker Platz und die Hauptstraße gelangte ich an den Fleck, an dem Berlin ´07 nach einem Bordsteincrash so abrupt für mich endete. Das kleinbürgerliche Friedenau war erreicht, und im sich lichtenden Feld der Internationalen erblickte ich einen im weissen Trikot des SC Charlottenburg. Einen Läufer auf heimischen Straßen, der das Ziel fest im Blick hatte! Die erste echte Orientierung für mich und der überlebenswichtige Wink für die Moral! Auf der Kante zwischen Schmargendorf und Dahlem liefen wir als Tandem in den donnernden Zuschauertunnel des »Wilden Ebers« hinein... und auch wieder hinaus... und weiter unter Ausnutzung des Windschattens über Berlins »Heartbreak Hill« Rheinbabenstraße... über das Schmargendorfer Roseneck...
 
4. Phase: Leiter ins Licht
 
... und weiter bis zum Streckenpunkt Kilometer 30 vor den schnieken alten Reihenhäusern des Hohenzollerndamms. Von hier an trug mich eine unsichtbare, geheimnisvolle Macht. Das war nicht mehr ich. Nein, das war etwas Überwirkliches, was meine Arme und Beine da vorwärts trieb. Statt wie in einundzwanzig Marathons zuvor spätestens an diesem Punkt einzubrechen, begann ich nun meinerseits das Tempo zu steigern und das Feld von hinten aufzurollen! Die Rede ist hier vom gefürchteten Kilometer 32, von der Stelle, an der ein Marathon erst losgeht. Myriaden von Menschen auf dem Kurfürstendamm und dem Tauentzien halfen mir nun aus der langen Nacht und bauten mir eine Leiter ins Licht. Vorbei an der Gedächtniskirche, dem berühmten KaDeWe, über die rosarote »Nolle«, und die Neue Berliner Mitte um den Postdamer Platz, legte ich vier äußerst dynamische Kilometer auf den Asphalt. Bis mir drei Kilometer vorm Strich fast die Puste ausging. Rettend zugute kam mir nun, daß Berlins »Ground Zero« - der lange kahle Linkshügel über die Leipziger Straße - erheblich ausgespart wurde, und die Strecke diesmal ab Kilometer 40 über das verwinkelte aber windgeschützte Pflaster des Gendarmenmarkts mit dem Deutschen und dem Französischen Dom führte. Nur noch zwei Kilometer ins Ziel. Selbst hier mußten etliche Gehpausen einlegen und eine schon sicher geglaubte Zeit unter drei Stunden noch aus den Händen geben. Monatelange Entbehrungen und hartes Üben mit mehr als tausend (oder zweitausend) Kilometern hatten diese tragischen Geschöpfen hinter sich - um nur wenige Meter vor dem Ziel zu kollabieren... Eine letzte Biegung nach links, und dann öffnete sich hinterm »Alten Fritz« die Allee Unter den Linden mit dem Brandenburger Tor am Horizont. Obwohl ich noch Kraft und Frische hatte, mußte ich immer wieder an die Worte eines Freundes denken: »Marathon ist nach 42,195 km zu Ende!« Erst unter der Siegesgöttin war ich mir sicher: Berlin 2008 wird mein erster Marathonlauf unter der markanten Zeitbarriere. Noch vierhundert Meter - und dann war ich da, wo vor knapp drei Stunden alles begann. Das Zifferblatt zeigte 2:55:19 an.
 
Nach zehn Läuferjahren mit 21 vergeblichen Angriffen war die bereits ein für alle mal abgeschriebene Mauer, die nur vier Prozent aller Marathonläufer überhaupt überwinden, gefallen! 2:55:19 Stunden waren bis ins Jahr 1918 noch Weltrekord! Die alte Weisheit, daß für einen Marathon unter drei Stunden eine 10-Kilometer-Zeit von deutlich unter 40 Minuten vonnöten ist, war als nichtig geführt: Ich war über die »10« nie schneller als 40 Minuten! Der Geist und der Wille haben über alle Uhren der Zeit und den Körper gesiegt. Aber ich habe nichts weiter empfunden: keine Freude, keinen Stolz, kein Glück. Kein Veitstanz, kein Purzelbaum, kein Kuß des Bodens, kein Gruß zum Himmel. Ebenso wenig Jubel über den 882. Platz unter den siebenunddreißigtausend Angetretenen. Ein kleiner innerer Vorbeimarsch: mehr war es nicht.
 
Im Zielgelände erfolgte ein Abklatschen mit einem Läufer aus London, mit dem ich einige Kilometer im Schicksalsverbund gegen den Wind kämpfte, und der auch eine schlaflose Nacht hinter sich hatte: Insomniacs United! Eine verwirrte Helferin reichte mir statt einem »Goody Bag« (Verpflegungsbeutel) eine Tüte Helferverpflegung mit gelbem Handtuch, aufgeschraubter Wasserpulle und Salamischrippe. Eine Berliner Brauerei spendierte die ersten Frischgezapften seit zwölf Wochen. Und meine Gliedmaßen wurden von den kräftigen Händen eines Physiotherapeuten durchgeknetet. Damit hatten die Vorbereitungen auf den nur fünf Wochen später steigenden NEW-YORK-MARATHON begonnen.
 
Nichts war es unterdessen mit einem Herbstmärchen für Peanut. Nach bärenstarken Zwischenzeiten und nachdem sie bis über den 30. Kilometer noch in Reichweite der »3:59« lag, ist meiner Freundin sieben Kilometer vorm Ende die Kraft ausgegangen. Die Erkältung und der Husten mit Schwächeanfällen zwei Wochen zuvor haben noch im Körper gesteckt. Obendrein könnte es - obwohl sie das verneint - auch am schlechten Schlaf gelegen haben, an dem ich nicht ganz schuldlos war. Peanut hatte keine innere Ruhe gefunden, sie war nicht auf dem Posten, und im Schlußteil konnte sie die Geschwindigkeit einfach nicht mehr aufrecht halten. Bei keinem Marathon hat sie sich so erschöpft und schlecht gefühlt. Im ZIEL blieben ihr die Sterne um neun Minuten verwehrt. Aber das Leben muß ja weitergehen. Und Peanut ist sich sicher, daß sie die Vier-Stunden-Marke unterbieten wird. Sie wird die Unberührbare knacken!
 
Sieger gab es auch. Wenige Minuten nach elf Uhr hatte Haile Gebrselassie seinen Hattrick perfekt gemacht und war in schwarz-gelbem Trikot als erster Mensch unter die 2:04-Stunden-Marke gestürmt.
Weltrekord in 2:03:59 Std! Versüßt wurde der historische Lauf dem 1,65 Meter kleinen und rund 55 Kilo leichten Mann durch einen Geldregen von je 50 000 Euro für Sieg und Leistung sowie einer Antrittsgage von geschätzten 250 000 Euro. Es dürfte gewiß sein, daß der kleine Läufer mit dem verschmitzten Lächeln im Gesicht gern nach Addis Abeba zurückkehrt. Kenianer und Äthiopier füllten die ersten Sechs auf. Europas Ehre wurde durch einen Mitteldeutschen gerettet. Falk Cierpinski, Sohn des Olympiasiegers aus der DDR, eroberte als Neunter in 2:13:30 Std. seit Ewigkeiten einen Rang unter den besten Zehn bei einem großen Marathonlauf für Deutschland. Bei den Frauen setzte die Wahlhessin Irina Mikitenko nach einem zweiten Platz in Berlin 2007 und dem Sieg in London 2008 ihren dritten Paukenschlag: Triumph in Berlin 2008 mit neuem Deutschen Rekord von 2:19:19 Stunden durch die vormalige Kasachin. Sowohl »Miki« wie auch »Gaba« waren mit 36 und 35 Jahren zehn Lenze jünger als ich.
Der Kampf in einer BILDERTAFEL... anklicken............
FAZIT
 
Strecke:
Nach zwei Modifzierungen in Friedrichshain und Mitte ist der Marathon etwas profilierter, aber auch erquickender geworden. Dank seiner schnellen Top-10-Eliten hat Berlin nun wieder den statistisch schnellsten Kurs der Welt. In Verbund mit der nach wie vor einzigartigen Organisation wurde Berlin von der Straßenlauforganisation AIMS der Titel »Marathon des Jahrzehnts« verliehen. Wirkung: Fragwürdig blieb der sportliche Aspekt insofern, daß das Rennen seit spätestens 2006 nur auf die beiden Superstars bei Frauen und Männern ausgerichtet ist, die mit Ansage und ohne ernsthafte Gegner von Sieg zu Sieg eilen. Für die Technikinteressierten: Frau lief den Schuh Saucony ProGrid Guide, Mann mit Adidas adiZero CS (Gebrselassies Siegesschuh).
KULTURLEBEN
 
Die Schlußfeier im Postbahnhof am Ostbahnhof haben wir geschwänzt. Wir wollten in die Schöneberger Eckkneipe »Willi Mangler« (wo die Molle noch volksfreundliche 90 Cent kostet), haben aber keinen Platz gekriegt... und sind in einer der zwielichtigen Rotlichtspelunken der Dominicusstraße gelandet. (Tags darauf haben wir beim »Mangler« vier Biere mit feudaler Bockwurst für 7,10 Piepen vertilgt. Und das mitten in Berlin 2008!)
 
Montag bis Donnerstag, 29. September bis 2. Oktober
 

Zum kulturellen Höhepunkt in den Tagen von Berlin wurde eine Expedition auf den Fahrrädern über die originale Laufstrecke des olympischen Marathons von 1936. Bei Regen und Nässe führte uns der Weg vom Olympiastadion über das Maifeld in Richtung des Bahnhofs Pichelsberg hinunter zur Havelchaussee. Hier dann am Ufer der vom Wind aufgewühlten Havel entlang, um nach zehn Kilometern die Avus zu erreichen. Von dort ging es auf dem kerzengeraden Kronprinzessinnenweg wiederum zehn Kilometer durch den Forst Grunewald bis zur Nordkurve der Autorennstrecke, wo sich damals der Wendepunkt befand. Kuppiertes Gelände, endlose Geraden und der sengende Sonnenkranz des Augusts: Verglichen mit diesjahr war der Olympiamarathon der reinste Höllenritt. Obendrein haben wir die Geschäftsstelle des Ausrichters Sport-Club Charlottenburg im Empfangsgebäude Glockenturmstraße besucht.
 
Dankesworte
gehen an Marathonläuferin Peanut, das Schöneberger Pedikürefrollein Yaas, unseren Gastgeber in der Reuter-Straße, und an das längste Straßenfest von Deutschland.
 
 
Kampfläufer Vitus, 8. Oktober 2008
 
.:: ZAHLEN UND ZEITEN ::.
Wetter: sonnig, 10 bis 16ºC, schwacher bis mäßiger Westwind
Zuschauer: ca. 1
 000 000
 
Starterzahl:
48
 550 (Läufer, Sportgeher, Handradfaher, Rollstuhlfahrer, Kufenroller)
 
Marathonläufer gemeldet:
40
 827
Marathonläufer am Start:
36
 841
Marathonläufer im Ziel: 35
 801
 
Männer:
1. Haile Gebrselassie (Äthiopien) 2:03:59 (
WR)
2. James Kwambai (Kenia) 2:05:36
3. Charles Kamathi (Kenia) 2:07:48
4. Mariko Kipchumba (Kenia) 2:09:03
5. Mesfin Ademasu (Äthiopien) 2:12:02
6. Joseph Ngolepus (Kenia) 2:12:07
 
Frauen:
1. Irina Mikitenko (Deutschland) 2:19:19 (
NR)
2. Askale Tafa Magarsa (Äthiopien) 2:21:31
3. Helena Kirop (Kenia) 2:25:01
4. Rose Cheruiyot (Kenia) 2:26:25
5. Gulnara Vigowskaya (Rußland) 2:30:03
6. Shuru Deriba (Äthiopien) 2:31:20
 
Kampfläufer Vitus (Deutschland)
Startnummer:
30223
Nation: GER
Zeit: 2:55:17 (PB)
Gesamtplatz: 882 von 36
 841
Platz: 855 von 28
 340 bei den Männern
Platz: 108 von 5120 in Klasse M45
Zwischenzeiten:
05 km: 0:19:53
10 km: 0:40:20
15 km: 1:01:01
20 km: 1:21:58
25 km: 1:42:53
30 km: 2:03:44
35 km: 2:24:52
40 km: 2:46:02
Halb 1: 1:26:34
Halb 2: 1:28:42
Geschwindigkeit: 14.44 km/h
Zeit pro km: 4:09 min
 
Peanut (Deutschland)
Startnummer:
F8269
Nation: GER
Zeit:
4:09:08 (PB)
Gesamtplatz: 19
 914 von 36 841
Platz: 2505 von 7406 bei den Frauen
Platz: 420 von 1344 in Klasse W45
Zwischenzeiten:
05 km: 0:27:27
10 km: 0:55:23
15 km: 1:23:23
20 km: 1:52:03
25 km: 2:21:37
30 km: 2:51:30
35 km: 3:22:31
40 km: 3:54:56
Halb 1: 1:58:26
Halb 2: 2:10:42
Geschwindigkeit: 10.16 km/h
Zeit pro km: 5:54 min
 
Bilanz der medizinischen Sicherung:
Von 36
 841 Startern gaben 1058 wegen Erschöpfung oder Verletzung auf. Ein junger Ausländer mußte nach einem Kollaps am 5. Kilometer wiederbelebt werden.
 
Ergebnisse:

>> Championchip
Bilder:
>> Berliner Morgenpost