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FORSAKEN, OFFICIUM TRISTE, MIRROR OF DECEPTION, MAEL MÓRDHA, IMINDAIN, THE RIVER, AUTUMNAL, HEAVY LORD NL-Rotterdam, Baroeg - 3. November 2007 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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PROLOG Freitag, 2. November 2007 Unsere Expedition ins Land der Grachten, Fietsrouten und Rauschdrogen begann für mich äußerst schmerzreich. Nach sechs Bieren hatte ich mir am Abend zuvor einen Zehennagel abgerissen und konnte mich nur noch unter großen Stahlkappen vorwärts bewegen. Aus den planmäßigen vierdreiviertel Stunden in der Eisenbahn wurden dann auch fünfeinhalb und ebenso viele neue kühle Blonde. Über Utrecht haben wir schließlich um 15.45 Uhr mit der Nederlandse Spoorwegen NS und der Rotterdamsche Electrische Tramway zum Quartier im »Zeemanshuis« hingefunden. Eingekeilt vom Rotlichtviertel und der Maas wohnten wir nun im so genannten »Scheepvaartkwartier«, in einer Bettenburg mit Good-Time-Girls und echten Seebären zur Seite. - Ein Rundgang durch den Hafen beschloß den Tag. Nach Biertje, Pannenkoek und Uitsmijter in der Kneipe »Ballentent« haben wir über eine Außentreppe Hollands höchsten Aussichtspunkt, den »Euromast«, erklommen; und sind zu später Stunde noch an der Bar vom »Maritime« gestrandet, wo wir beim kapverdischen Schankburschen Johnny in einer wilden Stimmung aus rüpelnden Engländern und zwielichtigen Italienern bis in die Nacht unser Kennenlernjubiläum gefeiert haben. Das 15! DUTCH DOOM DAY VI, 1. Tag Sonnabend, 3. November 2007 Einer der Itaker war es auch, der mir am nächsten Morgen mit einem holprigen »I want to have a good breakfast« die Pappmascheebrote »Brodjes« schmackhaft machte. Naja, und Johnny hatte den Zapfhahn dann auch schon wieder geöffnet. Drei Doomheads aus Utrecht waren eingetroffen, und nach dem ersten Biertje (3,95 Euro fürs Pint) sah die Welt dann schon wieder ganz manierlich aus. Soweit man dies von Rotterdam - oder wie es die hier ansäßigen Officium Triste nennen: Rotterdoom - behaupten kann. Denn bei Licht betrachtet, müssen wir hier von einem ausgesprochenen Endzeitmoloch reden! Nachdem das Zentrum Rotterdams durch die Luftwaffe in Schutt und Asche gelegt worden war - der Deutschenhaß ist allgegenwärtig! -, hatten sich die damaligen Stadtoberen zum Aufbau einer neuen, besseren Stadt entschlossen. Sie kreierten kalte Wohnkasernen aus Beton, zugige Autopisten ohne Leben, Geschäftsgebäude in brutalem Postmodern und soziale Brennpunkte. Die Hälfte von R´dam sind keine gebürtigen Niederländer, jeder Vierte ein Muslim, die Kriminalität besonders im Hafen ist gravierend. Geradezu lauschig dagegen die Lage des »Baroeg« unweit des Feyenoord-Stadions »De Kuip« in der südlichen Teilgemeinde Lombardijen. Der Ort des Doom Day fand sich ein einem Park mit einem der tausenden das Land überziehenden Wassergräben vor den Türen. Zum Preis von 25 Euro für die Festivalkordel waren wir Gäste im Spinozaweg 300, beim DUTCH DOOM DAY. Gäste im Baroeg, welches bei seiner Errichtung 1981 nach dem radikalen Philosophen Spinoza benannte wurde (was die Jugend von heute aber nicht mehr weiß). Hinter einer kleinen Eingangshalle und einem Café gelangte man in den 400 Personen faßenden Saal. Ungefähr 80 Doomer in nationenübergreifendem Schwarz waren anfangs da. Später bezifferte die Abendkasse die Besucherzahl auf 170. Brodjes wurden nicht gereicht (nur den Musikern), aber gegen den Durst gab es »Hertog Jan« Nullzwei vom Faß für einen Euro in »Munts«, die man zuvor an der Kasse erwerben mußte. Während ferner unaussprechliches Hoegerd, Leffe und Kriek-Bier gekühlt wurde, durften sich die Jünger von Mary Jane das Cannabis gleich tütenweise durch die Lungen ziehen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SET HEAVY LORD (16:00-16:36) 1. Chained to the World 2. Waiting to Die 3. Eternal Crawl 4. Low on Ice 5. Scorpion Sting | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die sechste Austragung der ältesten Doomserie weltweit startete punktgenau um 16 Uhr mit einem Überfall im Hurra-Stil. Eria d´Or, vier unbekannte Gestalten, wahnsinnig fähige Rabauken aus Holland, zeigten keinen Respekt und gruben gleich zum Anfang den alten Eisen den Ruhm ab. Mit einem unglaublich abgehenden Heavy Sludge, mit ekstatischen Verbiegungen (mitunter auf dem Schlagzeug), mit am Mikro gekratzten Gitarren, einem dreckigen Mördergesang, und originellen Durchsagen, wie einem schneidigen »Eins - zwei, eins - zwei - drei - vier!« auf Deutsch. Ein donnerndes »Fuck!« wiederum, besiegelte diese zweite Nummer... und »These are the Doom Days - No laughing!« leitete die dritte Destruktion ein. Solch ein bombiges Geschwader hat man nicht zu oft im Doomladen. Und dies bedurfte dringender Unterstützung über Veitstänze vorm Geviert. Unter all den steifen Holländern mußte ich das Eis brechen. Gleich die Ersten waren ein irre furioser Trip, der nach dreißig Minuten und einem schlichten »Dank u wel! Goedenavond!« viel zu früh vorbei war. Natürlich mußte Vitus um eine Devotionalie anwinseln - und bekam auch eine. Es ist mir absolut peinlich, diesen Irrtum zuzugeben (aber die wenigsten werden es geahnt haben): Rotterdam hatte nicht ERIA D´OR erlebt - die hatten nämlich abgesagt - nein, wir hatten den berühmten HEAVY LORD gehuldigt. Erst der Blick auf die CD schuf Gewißheit. »Scorpion Sting« ausgenommen, hatten Steve, Wes Lee, Jeff und Wout komplett neuen Stoff kredenzt. Zudem wurde ein Erkennungszeichen der Gruppe - Wes´ lange Furchtlocken - Opfer der Schere (Wes zu mir: »It smelled like shit«). Neues Material, neue Optik, alte Heißsporne: Heavy Curious Lord!!! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SET AUTUMNAL (16:57-17:32) Unbekannt. Autumnal spielten ohne Liste. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Madrids Herbstliche AUTUMNAL haben einen schönen Strauß melancholischem Dark Dooms ins Baroeg gezaubert. Klarer Gesang wechselte mit Grunzen und Keifen in einer sehr sinistren, sehr dramatischen Grundstimmung. Die Stücke waren dabei selten kürzer als sechs Minuten. »As Soon as You Die, Kill Me« zum Beispiel, war solch ein überlanges Teil, das als reine Gothic-Nummer begann, um in der Mitte urplötzlich zu kippen und als heftiger Doom/Deather zu enden. Autumnal bestachen ferner mit ihren sehr charismatischen Protagonisten, allen voran die beiden de Pablos, der extrem intensive Sänger (!) und Gitarrist Javier, sowie sein trommelnder Bruder Ricardo, dessen überarschlange Rastas allein schon schwer beeindruckten. Jochen Fopps schwarzhaariges Ebenbild Gutiérrez am Bass, sowie Fernández atmosphärische Gitarre komplettierten diese großartige Formation aus Spanien. Halb sechs waren Autumnal und ihr 'Grey Universe' durch. Die sich anschließende Pausenuntermalung von Paradise Losts Überwerk 'Gothic' hätte trefflicher nicht sein können. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SET THE RIVER (17:51-18:35) Unbekannt. The River spielten ohne Liste. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| »High! THE RIVER!« Es folgte die Gruppe mit den längsten Haaren, der Vierer mit dem fragilen Frontgirl Vicky als Maskottchen - UK´s finest: The River. Unterdessen die Briten nicht nur mit Äußerlichkeiten bestachen - dazu zählte heute auch ununterbrochenes Headbanging und der originelle Fetzen von Trommler Jason mit dem Saint-Vitus-´V` im Gruppennamen: Ri´V`er) - nein, auch die beiden Demos 'Oneiric Dirges in Mono' und 'Different Ways to be Haunted' haben es in sich. Chris und Steves exzellente Mollgitarren trafen sich da mit der dunklen und vollständig desillusionierenden Stimme von Vicky. Als Resultat entsteht ein Fluß aus phantastisch volltönenden Melodien, ein tief dahinmäandernder Doom-River, der heute auf der Länge einer Dreiviertelstunde strömte und so manch einen schwer mitgerissen hat. Eine der wenigen erlaubten Zugaben versilberte diese Performanz. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SET IMINDAIN (19:00-19:35) 1. Nausea 2. The Buried Room 3. Black Water 4. New One (God Failed) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Endschwarz und endkrass ging die Serie weiter, mit den Landsleuten IMINDAIN aus dem schönen Birmingham, die sich mit »Nausea« in Stellung gebracht hatten. Erstmalig in ihrer sechsjährigen Gruppengeschichte auf dem Festland aufgekreuzt, kredenzten Imindain - was auf Latein für Tortur und Marter steht - eine lebensverneinende Droge, die sie selbst in die Abteilung Funeral Doom stecken. Apokalyptische, humanoidenvernichtende Instrumente kreuzten sich mit eisig kalt herausgeröcheltem und gekeiftem (Selbst-)Haß und expliziter Abscheu für alles und jeden. Besonders der mit einem Drudenkreuz behangene und erschütternderweise in einem Fetzen der freitodvorbelasteten Worship steckende Propagandaminister Lee Bullock wirkte hierbei bis in die letzte Konsequenz entschlossen. »Black Water« hatte er einem unbekannten »good guy« gewidmet. (Später sollte ich erfahren, daß es sich bei Selbigem um eine alten Weggefährten von Imindain handelt, der wegen zwangshaftem Pulsadernaufschneidens seit zehn Jahren stringend weggeschlossen ist.) Man muß in der Stimmung sein, endgültige MuSick wie sie Imindain machen, zu ertragen. Und in diesen Momenten war ich es leider nicht. Weil ich völlig unvorbereitet war. Später habe ich mich furchtbar geärgert. Ohne jemand kränken zu wollen: Die Euthanasie-Elite Imindain sollte auf ihre Art die Unvergleichlichste der gesamten Veranstaltung werden. Imindain forever!? | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SET MAEL MÓRDHA (19:52-20:35) 1. ? 2. ? 3. Winds of 1000 Winters 4. A Window of Madness 5. ? 6. Atlas of Sorrow | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ein Intro auf der Blockflöte. Kahle Köpfe und Lange Loden. Gewänder in Blutrot. Corpsepainting in leuchtendem Rot-Blau. Killernietenbesetzte Lederbänder auf muskelspielenden Armen. Schwere Stiefel am Fuß. Patriotische Posen. In die Luft gereckte Fäuste und pathetische Evil-Zeichen. Die kämpferischen Namen Roibeard O Bogail, Gerry Mael Mordha, Dave Murphy, Anthony Lindsay und Shane Cahill. Dies können nur die Irish Doom Metaller von MAEL MÓRDHA sein. Ab acht hämmerten die fünf Jünger der Kelten und Rächer der Enterbten ihre Klänge ins Volk. Mal folkig schwebend, mal heavy doomig und dann urplötzlich in einem metallischen Gewitter explodierend... Während für mein Mädel die Rotte von der grünen Insel mit ihrer prächtigen Schau die Besten waren, plapperte ich in der kühlen Abendluft vorm Baroeg mit Jochen Fopp, dem Leadgitarristen von Mirror of Deception. Von instrumentalen Postrockern bis zu betrügerischen Versicherungsagenten. Bis wenige Augenblicke vor deren großer Stunde... | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SET MOD (20:50-21:30) 1. Bleak 2. Haunted 3. Ghost 4. Entgleiten 5. The Ship of Fools 6. Mirthless 7. Vanished | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ein heftiges Fest lieferten die Doom Metaller MIRROR OF DECEPTION aus Stuttgart ab. Ein heftiges Fest für die Sinne - und die Nackenwirbel! Ich hatte es meinen langhaarigen Freunden versprochen, und Wort gehalten. Ab »Bleak« wurde durchgebangt. Die gute alte Zeit mußte wieder aufleben - und Mirror of Deception beschenkten Rotterdoom und alle Unheiligen mit sieben ihrer bittersüßen Meisterwerke, zusammengeballt in 35 Minuten. Darunter auch die Altigkeit »Entgleiten«. Deutsch zu Doom hört sich einfach nur endgeil an! Erst recht in der Fremde, im Reiche von Königin Beatrix. »Entgleiten« wurde nicht mitgesungen - es wurde mitgeschrien! Gewiß auch von Holländern! Fopp, Siffermann, Taller und Müller steigen immer mehr zur »Supergroup« des Doom weltweit auf. Das unorthodoxe »Ship of Fools«, das desillusionierende »Mirthless« und das Fragen offen lassende »Vanished« rundeten die allgewaltige Darbietung ab. »Weiss« wäre gern noch zelebriert worden, mußte aus Zeitnot aber entfallen. Sei´s drum: Selten waren die Schwaben anschließend derart aus dem Häuschen zu erleben. Siffi gestand sinngemäß, daß »der Livesound auf der Bühne nahezu perfekt« gewesen sei, und daß das Barog Zeuge einer der »Top-5-Gigs in 18 Jahren Mirror of Deception« wurde. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SET OFFICIUM TRISTE (21:52-22:37) 1. This Inner Twist 2. On the Crossroad of Soul 3. In Pouring Rain 4. My Charcoal Heart 5. Pathway (of broken glass) 6. This is Goodbye | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Den Werdegang von OFFICIUM TRISTE verfolge ich vom ersten Doom Shall Rise an, als uns die holländische Gefolgschaft im klirrenden Februar von 2003 auf dem Heimmarsch die Droschken vor der Nase wegschnappte. Damals noch ungemein schnell unterwegs, sind die Doom Deather um die Köpfe Martin und Pim heute um einiges melodischer geworden und flirten zuweilen auch mit sphärischem Gotenstahl. Stets treu geblieben ist der Quinte indes ihr verrottet-frostiger Charme, den sie in den Straßen ihrer Heimat de facto täglich körperlich erfahren. Während die Rotterdoomer im knackevollen Baroeg einen ungleich stärkeren Auftritt als vor einem halben Jahr in Göppingen hatten (selbst einige nicht nach Doom ausschauende Rauschgoldfeen und andere tolerante Wimps lauschten andächtig dem »Pathway of Broken Glass«), forderten gewisse Rauschnarkotika ihre ersten Opfer: Ein Jüngling mit langem Haar hatte sein Haupt in Peanuts Schoß gelegt, wo er den Rest des Abends süßen Träumen nachhing. Und ein schon betagterer Doomgenosse fiel wie vom Blitz getroffen rücklings aufs Kreuz. Aber Betrunkene haben bekanntlich Schutzgeister. Ich richtete den Mann wieder auf, und nichts war passiert. Nach Officiums Hymne »This is Goodbye« war Schluß für die Helden von Holland. Der neue Axtschwinger Bram war noch nicht richtig eingearbeitet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SET FORSAKEN (22:58-00:30) 1. Doominaeon 2. Wretched of the Earth 3. Aidenn Falls 4. Kenosis 5. Daylight Dies 6. Kindred Veil 7. Solitude (Candlemass) 8. Carpe Diem 9. Where Angels Have Fallen 10. Via Crucis (the way of the cross) 11. N.I.B. (Black Sabbath) 12. ? (Black Sabbath) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Schlagartig nach Officium Triste hatte sich das Baroeg geleert. Und dabei waren FORSAKEN von der fernen Mittelmeerinsel Malta eingeschwebt. Enttäuschende Vierzig harrten aus. Forsaken sind ein sensibles Thema. Der Fan ist hin- und hergerissen - zwischen großen Herzen und triefendem Pathos, zwischen Tragik und Theatralik, zwischen totaler Selbstaufgabe und plumpem Krawumm. Wohl keine andere Gruppe liebt (und lebt!) den Doom Metal wie die Gnome mit der Stiefelgröße 35. Forsaken kämpften anfangs gegen indifferente Röhrenverstärker und Stahlwerksgeschepper - und wandelten am Ende in den Spuren der Riesen. Black Sabbath haben sie gehuldigt. Und Candlemass´ »Solitude« haben sie zelebriert. »Ashes to ashes, and dust to dust, and please let me die in solitude!« Und alle, die sich schon in die Nacht verabschiedet hatten, sind zurückgekehrt - um diese Zeilen im Chor mit Forsaken zu singen. Das war Gänsehaut pur! Doch blieb auch das Unding von drei Zugaben für Forsaken, während der Rest leer ausging. Und natürlich ein Power-Doom-Ereignis voller raserischer Metalgitarren, mächtigen Bässen und beschwörenden Vokalen durch Albert Bell, Sean Vukovic, Simeon Gatt und dem über der schwarzen Masse schwebenden Leo Stivala. Jedoch blieben einige auch mit einem Fragezeichen im Gesicht zurück...... »Dein Haar ist sehr wohlriechend.« Diese Blumen aus dem Mund von Doomgott Fopp bedeuteten die letzte Nettigkeit der Nacht. Denn beim Abzug traf Not auf Elend. Die letzte Tram war 20.01 Uhr gegangen, Nachtbusse fuhren nur in den Köpfen der Einheimischen, und zum Bahnhof war es eine Viertelstunde über eine kalte und menschenleere Autopiste. Zwei Jugendliche haben uns ein Stück weit gelotst. Sie berichteten von einem ihrer Freunde - einem Punk - der jüngst im Baroeg von vier Unbekannten mit einem Barhocker erschlagen wurde. Ein Zug zum Hafen ist leider nicht gefahren. Ein Inder hat uns für 19 Euro zum Hotel kutschiert. Peanut hat mir um zwei eine Gute Nacht gewünscht: »Träum was Schönes - von Rotterdam.« >> Fortsetzung ... DUTCH DOOM DAY VI, TAG 2 << Heiliger Vitus, 10. November 2007 (Fotos: Hl.Vitus) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| No sleep ´til Baroeg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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