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FU MANCHU, VALIENT THORR, TRUCKFIGHTERS D-Wiesbaden, Schlachthof - 22. Mai 2007 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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»Fu Manchu Konzert ausverkauft. Das heutige Konzert ist ausverkauft. Es wird an der Abendkasse keine Karten geben.« Das Schlachthofteam hatte eine brütend heiße Nacht inmitten 1800 Amigos in den Raum gestellt. So wie vor Jahresfrist bei Fu Manchus Widersachern Queens of the Stone Age... Von wegen! Der Gig stieg nicht in der Großen Schlachterhalle sondern in der vorgelagerten Räucherkammer, einem finstren Kabuff für 350 Leute. Und dies bei einer Größe wie Fu Manchu. »Warum mußt du immer provozieren?« Peanut hatte mich gewarnt, ein Hemd von Endstille anzuziehen. Indes... wer wagt, gewinnt: Es ging alles gut. Unter einem halbkritischen Räuspern der Saalordner waren wir kurz vor acht drin, in Wiesbadens essentiellem Kulturzentrum. Motörhead lief in Endlosschleife vom Band, Marihuana versüßte die Luft, Flüssigmanna floß in Strömen. Und all dies bei anfangs nur zwei Dutzend Nasen beim erwarteten »Megaevent«, daß 2003 übrigens am kurzfristigen Fiebern von Scott Hill gescheitert war. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Paco, Dango, Ozo und Fredo alias El TRUCKFIGHTERS aus - kein Bullshit! - Schweden, besaßen die extreme Ehre, die 21 Europagigs für Fu Manchu eröffnen zu dürfen. Atemberaubend schöne und intensive Fuzzlawinen wälzten sich ab 20:00 ins Reich der absoluten Dunkelheit. Koyotische Laute kreuzten sich mit satten, wuschligen Bässen und psychedelischen Riffs schwerst in der Tradition von Kyuss und Dozer. Tendenziell etwas rockiger, etwas treibender als die hypnotischen Stoner(!)Götter, aber ein gefundenes Fressen für den Wüstenfuchs Santo Vito. Derweil sich TF als eine tolle Truppe, als super Stonerrocker entpuppten, besorgte mir eine unter der Theke/auf verbotener Höhe sitzende, gut gebaute Dame erst schöne Phantasien - und später einiges Leid (später mehr). Ein Wermutstropfen auch bei der Kiffereinheit aus der nordischen Tundra: die kurze Spielzeit von nur 30 Minuten. Es war förmlich zu fühlen, daß TF nicht mehr als Warmbläser waren. Die Tour würde lang sein, und Wiesbaden war für die Jungs nicht mehr als die Station XY ihres strapaziösen Feldzugs durch die Hallen Europas. Während den Truckfighters hatte sich der Schlachterclub unangenehm gefüllt. Ich beschloß einen Abstecher nach nebenan, in die szenische Schlachterkneipe »60/40«. Hin zum berühmten Holztresen, an dem bei der Eröffnung 2005 der Lemmy von Motörhead gestanden hat. Ein wenig Mythos inhaliert und frischgezapft gedopt zurück an die andere Theke, an die in der Räucherkammer. Auf der ein verwaister Becher Bier thronte. Welchen ich mir einverleibte - und prompt Streß bekam: Die erwähnte Untermtresenhockerin war zu einer Terrorschwester mutiert und hatte mich beim Personal als Bierdieb angezeigt. Mit der Konsequenz, daß für mich der Nachschub von des Deutschem Lieblingsgetränk fortan gestoppt war. Vielen Dank auch, Fickfehler! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Zügig ging´s weiter, mit den Langloden Valient Thorr Himself, Eidan Thorr, Dr. Professor Nitewolf Strangees, Voiden Thorr und Lucian Thorr aus Venus in den Vereinigten Staaten von Amerika. Alle zusammen auf den Namen VALIENT THORR hörend, machen sie Hard Rock in der Schnittmenge von MC5, Kiss und Lynyrd Skynyrd. Trocken und geradlinig drauflos geschrammelten, retro Arschkickkram, welchem schon die Landsleute vom Fireball Ministry neues Leben eingehaucht haben. Mit denen sie gleichwohl ein gewisser Hang zu religiösem Rebellentum verbindet: Beansprucht das Feuerballministerium den Ruf, »The First Church of Rock´n´Roll« zu sein, so sind die extraterrestrischen »Tapferen Donnergötter« ausgezogen, die Welt mittels kratzigem Protest und hart blasenden Gitarren von Bush, dem System und dem Kapitalismus zu heilen (und dafür notfalls zu sterben!)... Mittlerweile übte der Biergarten vom 60/40 auf mich einen größeren Reiz aus, als das Konzert an sich. Unter den vielen, die keinen Einlaß gefunden hatten, Valient Thorr nicht so spannend fanden oder einfach nur die Maisonne genießen wollten, auch der Sänger von Dead Pony, der mich gleich wiedererkannt hatte, sowie der No-Deo-Man aus Frankfurto mit seinen Mörderkoteletten. Groß war die Verblüffung, als ich nach zwanzigminütiger Auszeit zurück in den rauchigen Schlachter kam und die Gemeinde kollektiv im Staub saß. Frontprophet Valient Thorr Himself hatte ein Rocknrollgebet befohlen - so in der Art »Does Rocknroll have the power to save the world?« - und alle waren dem Rotbart gefolgt. Blödsinnige Kirchengospelgrütze! Die vier Thorriors protestierten und predigten vierzig Minuten, 21:20 war das Märchen vom Rocknroll und der 'Legend Of The World' ausgeträumt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Nebula sind aus ihnen hervorgegangen und Kyuss haben bei ihnen mitgewirkt. Die Rede ist von FU MANCHU aus Orange City, U.S.A.! Ab 21:28 konnte man der Stoner Rock-Ikone nach ihrer langen Deutschland-Abstinenz mal wieder livehaftig huldigen. Prompt war der Laden dann auch berstend voll und viel viel zu eng. (Welch´ schikanöser Schwachsinn, bedenkt man, daß hinter den trennenden Gardinen eine Halle von der Größe eines Fußballfeldes komplett leer stand.) Gitarrist/Sänger Scott Hill, Basser Brad Davis, Melodiegitarrero Bob Balch und Drummer Scott Reeder spielten zu einigen Nummern vom Neuwerk 'We Must Obey' eigentlich das volle Ballett ihrer einmalig virulenten Triprocker zwischen Untergrund und Massengeschmack. Hills unverwechselbar lässige Stimme erzählte von der kalifornischen Heimat, von der Wüste und besonders natürlich von heißen Donnerkisten und brennenden Highways. Dazu gesellten sich die unverkennbaren, spröde daherscheppernden und tosenden Melodien irgendwo zwischen Wüsten- und Skateboardrock. Und das alles war nach 17 Jahren knackefrisch, hölleprickelnd und kristalltransparent wie El Hills gläserne Gitarre. Der irre Valient Thorr Himself durfte bei zwei Teilen noch mal als Gastkünstler bestaunt werden und das Publikum ist wie blöde mitgegangen. Manche konnten sich vor Ekstase kaum halten. Nach dem angedoomten »Sensei vs. Sensei«, einer doppelten Zugabe und einer Gesamtspielzeit von sagenhaften 88 Minuten, haben Fu Manchu exakt um 22:55 mit dem Monsterreptil »Godzilla« ihre letzten Takte gerommelt. Beim Abzug kam ich natürlich nicht ungeschoren am 60/40 vorbei. Nur dank Peanuts kühlem Kopf haben wir die letzte Schnellbahn gekriegt. Heute hatte mich das Gebräu der alten Thorsgermanen ganz klar VERNICHTET! El Caco Vito, 24 Mayo 2007 (Fotografías: Hl.Vitus) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SET TRUCKFIGHTERS 1. Öken (Desert Cruiser) 2. Gurgla (Gargarismo) 3. Manhattan Project 4. Helium 28 5. I Sökandet (In Search Of [The]) SET FU MANCHU 1. Pigeon Toe 2. Laserbl´ast! 3. California Crossing 4. Hung Out to Dry 5. Redline 6. Boogie Van 7. Saturn III 8. Hell on Wheels 9. Grendel, Snowman 10. We Must Obey 11. Mongoose 12. Evil Eye 13. Sensei vs. Sensei 14. King of the Road ****** 15. Ojo Rojo 16. Godzilla | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Der Teufel in der Terrorschwester | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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