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BOTTOM, V8 WANKERS, CANITRASHCAN!? D-Frankfurt am Main, The Cave - 8. April 2002 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Hey-ho! Der noch junge Frankfurter Klub »Cave« etabliert sich als Ausrichter respektablem Stoner Rocks! Heute standen die Donnerpussies von Bottom im Programm. Grund genug, sich vier Wochen vorm nächsten Marathonlauf einen letzten Puscher im Untergrund der Guncity zu leisten. Zum kommunizierten Einlaß von 21.30 Uhr rüttelten wir am Eingang zur Katakombe. Vergeblich. Die Betreiber hatten sich nicht ans Wort gehalten. Es sollte eine halbe Stunde vergehen bis wir rein durften. Mit uns weitere achtzige Zahlende. Servus! Endlich (so um 22 Uhr) erklommen dann die in Schlips und Kragen und feinem Zwirn gewandeten CANITRASHCAN!? aus Linz die Rampe. Verquast wie der Name der fünf Vortänzer aus Oberösterreich, so deren Stilausrichtung. Von Punk bis Hardcore, von Industrial bis Noise: die Genres wurden auf Teufel-komm-raus kreuzübert. »Dead Inside«, ... »Between The Lines«, ... »Not Your Kind of Music« und so weiter und so fort: eine Linie konnte ich in der Schickimicki-Seilschaft beim besten Willen nicht entdecken. Nach vierzig Minuten wild zusammengewürfeltem Chaos-Crossover-Cores war die Schmerzgrenze erreicht und der narrische Etepetete-Trash aus der Alpenrepublik vorbei. Gesehen, gegrübelt und vergessen... Es folgten die frisch mit Plattenvertrag geadelten Eightball-Speedrocker V8 WANKERS aus Offenbach am Main. Frankfurts Vorstadtbuben um Lutz Vegas, Vulvanus, Rico, Schmuddel und Dirty Dick hatte ich vor Halbjahrefrist an selber Stelle erlebt. Es blieb alles beim Alten: Die »Autobahn-Outlaws« präsentierten sich als testosteronschwere, prollig-protzige Prügelknaben, die mit größtmöglichem Karacho durch die Klischees der Männermusik rauschen. Ein Autorennen im Carrera-Format - ein grenzdebiler Fall! Keine Ahnung, wer so was braucht. Mit neuem schmierigen 'Blown Action Rock' hat der Bolide nun noch weniger Hirn unter der Haube, sein Motor produzierte noch weniger Power als im Vorjahr. Dafür stand Zampano Vegas auf dem Klosett für ein Interview bereit... Okay, okay, ein bißchen Spaß muß sein. Doch eine Rückbesinnung auf eigenständigen Industrial-Krach, so wie sie ihn einst als Lore praktizierten, würde den V8 Wichsern definitiv besser zu Gesicht stehen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Im Steckbrief zu ihrer Promo-CD 'Feel So Good When You´re Gone' steht, BOTTOM seien »Sexier than satan himself«, dazu »Heavy as hell«, und Bottom würden »30 Stunden in der Woche in einem verkommenen Keller voller Pornohefte und schmutzigen Boy Bands üben.« Man war gespannt... Bottom firmieren unterm Etikett des Stoner Rock. Sie haben zwei Platten rausgebracht - die beide eher flach auf der Brust sind. Vergiß es! Schlag Geisterstunde bestiegen sie die Rampe: Sina, Nila und Clementine, drei Hexen aus der schäbigen Lower East Side von New York mit sündigen Körpern. Nicht nur das sie toll aussahen, sie waren auch live eine Macht. ´Nen garstigen Seelen-Strip haben sie hingelegt. Einen drückenden Heavy-Stoner-Rabatz mit einem krachenden Metalgewitter in der Luft. Frontvamp Sina und Basserin Nila bangten sich nach aller Kunst die Seelen aus ihren zierlichen Leibern, und Clementine wirbelte hinter den Trommeln als ritt sie Luzifer. Bottom hatten mich mit den ersten Takten an die Bühne gezogen. Welche Lippenstiftbrigade bringt schon mal Energie aufs Geviert? Girlschool. L7. Der Rest: eher Hausfrauenliga. Die Bässe pumpten wie Torpedos und die Licks kreischten wie Granaten. Sina fauchte, kratzbürstete und schrie düstere Geschichten um Sex, Waffen und Gewalt aus sich heraus. So wie dereinst Fear of Gods selige Dawn Crosby. Aber die ist drüben in der anderen Welt... Nila unterstützte Sina mit tiefen Grunzlauten - aber leider war der Gesang zugleich ein Manko. Die Worte tönten giftig - aber auch äußerst plärrig. Wer weiß, vielleicht waren die Geräte verkehrt eingefädelt... Schade auch, daß »Shine« und »25 Hawaiian« die einzigen Höhepunkte im Programm waren. Tja, und dann war es plötzlich vorbei. Nach 40 Minuten stiegen die Frauen von der Bühne, legten einen Stopp am Tresen ein, stöpselten aus und die rollten die Kabel ein. Zugegeben, das Publikum war schrecklich lahm, aber das war nicht okay. Ungleich taffer zeigte sich mein Mädel, das nach drei Stunden Schlaf am nächsten Morgen zum Dienst trabte. Und darum kommen auch nur die guten Mädel in den Himmel. Heiliger Vitus, 9. April 2002 (Kamera vergessen und - dafür eine Presseaufnahme von der Bottom-Seite gestohlen) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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