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4. RUND UM DIE HOHE ESSE HALSBRÜCKE 16. August 2026 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Prolog Nach der Premiere 2023 ging die Hohe Esse diesjahr in Runde vier. Ikonen der DDR läuteten das Rennwochenende traditionell ein: Bernd Drogan, Straßenweltmeister von 1982 und eines meiner damaligen Idole, blickte auf seine Laufbahn zurück. Dazu gab sich mit Olaf Ludwig der zweimalige Friedensfahrtheld und Olympiasieger von 1988 die Ehre. Geführte Ausfahrten durchs Erzgebirge komplettierten den Sonnabend. Die Macher des TSV Freiberg durften sich an zweihundertdreißig Fahrern bei den Rennen des Sonntags erfreuen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| .:: DIE STRECKE ::. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Start war wieder am Parkplatz der Firma „Saxonia Galvanik“ im Nordwesten von Halsbrücke. Der Weg führte zuerst hinunter ins Tal der Freiberger Mulde, dann in einer großen Flußschleife um das nördliche Muldeufer herum bis zur Altväterbrücke, und nach dem einzigen Anstieg der gesamten Runde zurück zu Start und Ziel auf der Erzstraße. Eine Runde maß 4,1 Kilometer, hatte breiten und schnellen Asphalt, und nur einen - aber sehr anspruchsvollen! - Schlußanstieg von einem Kilometer mit sechzig Höhenmetern und durchschnittlich acht Steigungsprozenten, wobei sich kurze, steile Rampen bis zu vierzehn Prozent auftürmten. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| .:: DAS RENNEN ::. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nach wochenlangen Hundstagen mit Hitze und Dürre fiel ausgerechnet am Morgen der Rennen Regen. Ärgerlich für die Jedermänner und den Nachwuchs, welche den Tag eröffneten - und kaum weniger verdrießlich auch für die Masters: Erst verschob sich unser Start wegen anderen Rennen von 13.00 auf 13.20 Uhr, und dann wegen einer Übung der Feuerwehr und diversen Siegerehrungen im Viertelstundentakt auf 14.15 Uhr, sprich: um 75 Minuten! In der Zwischenzeit hatte ich alle mitgeführten Getränke aufgebraucht und eine Tüte Fruchtgummi verzehrt. War nach der Erfahrung von 2023 aber ohnehin nicht hierher gekommen, um aufs Treppchen zu klettern. Dagegen sprach nicht zuletzt das Material. Alle traten mit hässlichen, aber leichten Spezialrädern für den Berg an. „Grossi“ Großegger stieg von seinem gewohnten Canyon Aeroad erst auf ein Tarmac mit Monoblatt um. Merkte bei der Besichtigung jedoch, daß er eine Übersetzung von 48*30 nur ein Mal hochwuchten kann, und stieg auf ein altes Stevens um. Ich selbst wollte nur etwas Rost abschütteln, unter Gleichgesinnten sein und mein Bestes geben. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Mit dem Kampf der Masters brannte in Mittelsachsen buchstäblich die Luft. Die Sonne strahlte mit vierzig Grad vom Himmel, und nachdem sich der oberste Kommissär schon den ganzen Tag als Tyrann offenbarte, maßregelte er die aufgerufene alte Garde, daß sich das Rennen von den ausgeschriebenen zehn erst auf acht, und in letzter Sekunde auf sieben Runden verkürze. Die Strecke musste ab 17 Uhr frei sein! Nach uns folgte die Elite. Damit waren statt 41 Kilometer lumpige 28 zu bewältigen. Ein Pistolenschuß schickte die zwei Dutzend Masters ins Rennen. Nach dem Start vor einer LED-Wall ging es rasend schnell bergab. Und auch den Abschnitt im Tal der Mulde überstand jeder. Doch dann stand nach dem Altväterbrücklein der von Zuschauern gesäumte Zielberg im Weg. Dieser ließ das Feld in die Luft fliegen - und das Ding nahm den für mich erwarteten katastrophalen Verlauf. Eine Runde fuhr ich mit dem Tschechen Lebeda, dann im Schatten zweier sich warmfahrender DSC-Youngster, und den Rest allein. Bei der sechsten Erklimmung schenkten mir nacheinander die ersten Vier der Masters 3 einen ein. Wobei mich der Pole Wanieck etwas irritiert frug, ob ich aus der Spitze zurückgefallen sei... Der Kampf der alten Masters endete wie Grossi ihn voraussagte: Erster Keller, Zweiter Matzel, Dritter Conrad. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Finale Das Rennen endete so tragisch, wie die Premiere vor vier Jahren begann. Diesmal verkündete der Sprecher nicht den Tod eines Fahrers aus unseren Reihen, sondern den des jungen Walisers Finlay Tarling, der bei der Portugal-Rundfahrt von einem Geisterfahrer weggeknallt wurde. Kaum war die Schweigeminute verstrichen, heulte ein Motor auf und brauste ein Auto zwischen Rennfahrern und den am Start stehenden Amateuren davon. Die Preise hielten sich in Grenzen. Der Erste erhielt eine Schärpe, Platz eins und zwei ein symbolisches Preisgeld. Kelli äußerte: „Wir sind froh, daß es überhaupt noch Radrennen gibt!“ Es wird immer beschämender. Speziell für meine Peanut, die mich immer wieder hinfährt und Klatsche um Klatsche erlebt. Vitus, 20. August 2026, Bilder: Peanut | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| .:: ZAHLEN UND ZEITEN ::. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wetter: sonnig, 25 bis 41ºC, schwache Brise aus Ostsüdost (7 km/h) Typ: Rundstreckenrennen Länge: 29 km (verkürzt von 41 km) Am Start: 231 Elite-Amateure: 31, Amateure: 18, Masters 3: 15, Masters 4: 8, U19: 24, U17: 24, U15: 17, U13: 9, U11: 6, Jedermann: 60, Weibliche Klassen: 19 Im Ziel: 215 Elite-Amateure: 29, Amateure: 14, Masters 3: 15, Masters 4: 8, U19: 19, U17: 23, U15: 16, U13: 9, U11: 6, Jedermann: 57, Weibliche Klassen: 19 Masters 4 Meldungen: 8 Am Start: 8 Im Ziel: 8 1. Ralf Keller (RSG Muldental Grimma) 48:20 2. Jens Matzel (LFV Oberholz) 3. Rüdiger Conrad (Harburger RG) +0:01 4. Marco Großegger (SC DHfK Leipzig) +2:46 5. Roland Wenz (RSV Hainichen) +2:52 6. Andreas Kluge (Chemnitzer PSV) +3:07 7. Mario Voland (Dresdner SC 1898) -1 Rd. Ergebnisse ZPN Timing | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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