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GROßER JUBILÄUMSPREIS - 1050 JAHRE QUEIDERSBACH Queidersbach, 23. August 2026 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Prolog Total absurd: So ließe sich dieses Rennen umschreiben. Es stand im Schatten großer Entscheidungen und privater Umbrüche: Vor zwei Tagen hatte ich mit Frau Peanut unsere Bude in Dresden und damit einen Pfeiler unseres Daseins verscherbelt. Keine vierundzwanzig Stunden vorm Rennen in der Pfalz stand mir der Sinn eher nach einem Neustart an der Elbe. Morgens wollte ich mich auf die Suche machen - doch dann fiel schicksalshafter Regen. Damit brachen wir die Zelte in Dresdensia ab und fuhren Richtung Westen. Frankfurt war allerdings nur Zwischenstopp auf dem Weg ins tausendjährige Queidersbach, wo wir schon zweimal waren - einmal als Dritter, einmal mit der Laterne - und ich das zigste Wiedererwachen erleben sollte... | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| .:: DIE STRECKE ::. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Als Rennstrecke war die bewährte tausend Meter lange Runde im Ortskern von Queidersbach ausersehen worden, die aus der Vogelperspektive einer gekrümmten Ellipse glich. Start und Ziel befanden sich in der Jahnstraße. Auf glattem Zement ging es wie zum Schwung holen hinunter zur Barbarossastraße, von dort kurz und knackig hinauf zur Schützenstraße, und durch die abschüssige Waldstraße wieder hinab zum Ausgangspunkt in der Jahnstraße. Mit acht Metern war der Höhenunterschied eher marginal. Doch es ging ständig hoch und runter. „Augen auf!“, hieß es auch wegen Schleusendeckeln und einigen Fahrbahnschäden. Fünfunddreißig Mal mußten die Masters den Zielstrich im tiefsten Punkt der Runde überqueren. Alle fünf wurde um Punkte gesprintet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| .:: DAS RENNEN ::. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| In Frankfurt dämmerte die Blaue Stunde herauf, als wir uns auf Achse zum Pfälzerwald machten. Bei der Ankunft kurz hinter Kaiserslautern war alles wie immer: Hell brannte die Sonne vom blankgeputzten Himmel, es herrschte Windstille, und mit einstelligen Werten war es vorherbstlich kühl. Die Schützenstraße wiederum wurde wie in den Vorjahren vom Duft des traditionellen Sonntagsbratens durchweht. Und selbst einer der Streckenposten hatte mich als Weitgereisten sofort wiedererkannt. Heute war eben alles ein bißchen wie früher. Auch in Sachen Material: Ich trat nicht mit meiner modernen High-End-Madonna an, sondern wechselte zurück auf eine Ridley-Rennmaschine mit schmalen, harten Reifen, mechanischer Schaltung, guter Sitzposition und dem Gefühl besserer Zeiten! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wie so oft bestritten die Masters das Kriterium gemeinsam mit der Jugend und den Elitefrauen. Die Masters begrüßten sich am Start mit Lächeln im Gesicht - eine schöne Geste. Mit wilden Spurts eröffneten die Juvenilen den Kampf. Schon nach dreihundert Metern lagen sie an der Spitze. Die alten Gegner Kairies und Baumann konnten das Tempo heute nicht halten, ihnen steckte noch die Kälte in den Knochen. Aber nun war ich in einer Gruppe mit den besten Masters. Antoni, ein vorbildlicher Sportsmann aus der Pfalz, und ein halbes Dutzend andere arbeiteten in geschlossenem Rhythmus. Mehr als fünfzehn Runden tobte der erbitterte Kampf Rad an Rad. Ruhig pedalierte Antoni mit kleinen Gängen dahin. aber auch Hahn aus der Radbastion Magstadt ist ein zäher, dünner Kämpfer. Das Podium schien zum Greifen nah, nachdem ich mich seit einer kleinen Ewigkeit wieder hinter Antoni festbeißen konnte. Zur Rennmitte ging ein Ruck durch die Gruppe. Die schnelle Jugend schob sich heran. Antoni und Konsorten ahnten diesen Augenblick und hatten noch Kräfte aufgespart. Antoni wollte den nächsten Sieg seiner Laufbahn erzwingen. der Rest ging mit. Nur ich leistete mir eine Schwächephase, und wurde letztlich einmal überundet - war aber im Nu wieder im alten Takt, und erkämpfte noch den fünften Platz vor Kairies, dem ich eine Runde einschenkte, sowie dem doppelt abgehängten Baumann. Schon beim Umziehen am Auto rief Peanut, ich sei als Dritter zur Siegerehrung aufgerufen. Doch da irrten die Kampfrichter... | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Finale Queidersbach ´26 war ein Rennen wie ein Roman: voller Spannung, Wendungen, Duellen und Rachen. Ich sammelte Punkte für die Rangliste, durfte Peanut einen Umschlag mit zwanzig Euro Preisgeld in die Hand drücken, jene labte sich im Festplatz an einem Queidersbacher Saumagen, und wir redeten noch lange mit Walter Antoni und der Mainzer Quasselstrippe Baumann. Drei Tage hatte mein Mädel mit mir treu zusammengehalten und mit eiserner Hingabe diesen Erfolg ehrlich erkämpft. Und die nächsten Rennen riefen! Nach drei mörderischen Expeditionen über Autobahnen kreuz und quer durch Deutschland - unterbrochen von einem Nickerchen und einem Radrennen - erreichten wir mittags um eins unser Zuhause in Frankfurt. Der Kampf geht weiter! Danke Meine Peanut, dem BESTEN MENSCH DER WELT! Vitus, 25. August 2026, Bilder: Peanut | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| .:: ZAHLEN UND ZEITEN ::. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wetter: sonnig, 14ºC, windstill (0 km/h) Typ: Kriterium Länge: 35 km Gemeldet: 172 CT+Elite-Amateure: 42, Amateure: 40, Masters 2+3: 29, Masters 4: 11, U17: 13, U15: 9, U13: 13, Weibliche Klassen: 15 Im Ziel: 131 CT+Elite-Amateure: 34, Amateure: 28, Masters 2+3: 23, Masters 4: 7, U17: 10, U15: 7, U13: 10, Weibliche Klassen: 12 Masters 4 Meldungen: 11 Am Start: 7 Im Ziel: 7 1. Uwe Hahn (RV Pfeil Magstadt) 2. Walter Antoni (TSV Neupotz) 3. Stephan Klein (SRS Altenkirchen) 4. Michael Asel (RV All-Heil 1910 Kerzenheim) 5. Mario Voland (Dresdner SC 1898) 6. Torsten Kairies (VC Frankfurt 1883) Ergebnisse Rad-Net | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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