doom /du:m/ [n] 1 das Verhängnis; das Schicksal; to meet one´s doom vom Schicksal ereilt werden [kein pl] das jüngste Gericht doom /du:m/ [v] verdammen/-urteilen; to be doomed to failure zum Scheitern verurteilt sein; to be doomed to die dem Tode geweiht sein...
 
Reden über Doom ist wie Tanzen über Licht und Schatten. Haß oder Liebe - nichts dazwischen. Dies ist ein Versuch.
  VORWORT
   GESCHICHTE
   BEGRIFFE
   FILME
   AUSBLICKE
   GRUSSWORT
Dreams were made for mortals
None were left for me
So I´m living backwards
The past is all I see
(Saint Vitus)
 
.:: VORWORT ::.
Doom Metal ist ein Substil der Subkultur Heavy Metal. Doom ist die dunkle und langsame Stilart des Metal. Heavy Metal? Lange Haare, kreischende Gitarren, harte Trommeln, rüdes Gebell? Doom ist mehr. Doom ist Spiritualität, ein Lebensgefühl, und die bedrückendste Musik der Welt! - Die Ursprünge liegen in Mittelengland 1967. Die Trostlosigkeit Birminghams gab alles her, um Doom zu spielen. Black Sabbath hieß die Gruppe. Als Arbeiterkinder unter Schloten und mit Lärm und Ruß am Himmel, waren Osbourne, Iommi, Butler und Ward schon im Schatten des Lebens geboren. Mit guter Laune, Sonnenschein und freier Liebe sollten sie auf Sicht auch nie was am Hut am haben. Sturm, Regen, Donnergrollen, eine Totenglocke, dazu eine unheilsschwere Gitarre, dröhnende Bässe und eine schaurige Stimme voller okkulter Botschaften: so begann 'Black Sabbath'. Eine erste Schallrille, die der Masse verschlossen blieb, weil sie aus dem Untergrund kam...
 
Ungefähr tausend Sympathisanten zählt der Doom in Deutschland. Konzerte finden oft vor nur fünfzig Leuten statt. Kellergeschoße der Städte halten als Zuflucht vorm defekten Darüber her. Damit ist der Doom eine sehr kleine, aber umso verschworenere Subkultur. Doomer leben die Musik. Es soll Leute geben, die haben ihr ganzes Erdendasein dem Doom gewidmet. Man redet von Karma... Diese Kolumne soll Einblicke in die verkannte Gemeinschaft liefern, sie unterstützen und ihr zu Respekt verhelfen.
 
.:: GESCHICHTE ::.
Die 1960er: Schwarze Wurzeln - Love & Peace und harte Drogen
 
Die Ursprünge des (Doom) Metal sind im Blues der Steinzeit zu finden. Little Richard, Jerry Lee und Chuck Berry waren die Ersten, die etwas Neues, auch Unbequemes, losgetreten hatten. 1964 rotteten sich die ersten Gitarrenrocker zu Gruppen mit Namen wie The Who, The Kinks, MC5 und The Stooges zusammen. Derweil die Genannten mit primitivem, wildem und schmutzigen Radau später zur Vorlage des Punk wurden, waren es Pink Floyd, Jefferson Airplane, Grateful Dead oder auch Quicksilver Messenger Service, die mit ihren psychedelischen Frühstücken und drogengeschwängerten Lichtshows eher für starke Erweiterungen des Bewußtseins sorgten. Blue Cheer öffneten 1967 mit 'Vincebus Eruptum' dem Heavy Metal die Türen, und Led Zeppelin stießen sie zwei Jahre später mit »Whole Lotta Love« laut krachend auf. Nicht zu vergessen Iron Butterfly mit »In-A-Gadda-Da-Vida«. Das waren eigentlich die ersten harten Klänge der Musikwelt. Monterey ´67 und Woodstock ´69 waren große Feste - mit tragischen Folgen. Um die Jahrzehntewende starben Brian Jones, Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jim Morrison. Alle im Alter von 27 Jahren. Alkohol, Heroin, Pillen, LSD. Zuviel davon... Andere blieben für immer auf einem Trip hängen, allen voran Syd Barret. Mit dem Tod ihrer charismatischen Köpfe starb auch ein Stück weit der Traum von einer friedlichen Revolution und der »Flower Power«. Aber das Ende der noblen Ideale bewirkte auch einen Neuanfang. Eine Trotzreaktion in Form noch härter, noch riffbetonter gespielter Instrumente setzte nun ein: der Hard Rock war geboren.
 
Und der Doom? Man schrieb das Jahr 1967. Die Musiker hießen Tony Iommi, Bill Ward, Geezer Butler und Ozzy Osbourne. Der Name ihrer anfangs dem Jazz und Blues zugetanen Combo lautete Earth. Aus Earth wurden die nach einem Boris-Karloff-Horrorfilm von 1935 benannten Black Sabbath. Jene waren ihrer Zeit um Lichtjahre voraus. Alles andere ist Geschichte.
 
Die 1970er:
Paten mit ungestümen Fantasien - Psychedelika und Hard Rock
 
Im Februar 1970, an einem Freitag, den 13., ließen die Vielzitierten ihr Erstwerk auf die Menschheit los. Eine Platte die sich unheimlich und schwarzmagisch dahinwälzt, um schließlich in einem lauten Klirren zu erstarren. Man fröstelt und kriegt zugleich heiße Wellen durch den Leib gejagt. 'Black Sabbath' war der Ursprung von Heavy Metal und Doom in einem. 'Black Sabbath' und die im Jahresabstand folgenden 'Paranoid', 'Master Of Reality', 'Vol 4', 'Sabbath Bloody Sabbath' und 'Sabotage' blieben auf Jahre in punkto Finsternis unerreicht. Der bleierne »Iron Man« gilt als erster Doom-Titel der Geschichte, und noch heute übt das Vinyl aus der Ozzy-Ära einen kolossalen Einfluß auf den Doom aus. Der powervolle Hardrock von Led Zeppelin, Deep Purple und Uriah Heep komplettierte die allmächtigen Vier. Jene inspirierten ganze Heerscharen von Gruppen mit illustren Namen wie AC/DC, Alice Cooper, Hawkwind, Kiss, Motörhead, Rainbow und Van Halen. Doch nicht nur jaulende Stromgitarren prägten die Siebziger. Auch der Urknall des Punk lag in jener Dekade. 1974 im New Yorker East Village aufgemacht, wurde das »CBGB« zur Keimzelle der Szeneclubs weltweit. Es waren die Hausgäste Television, The Stooges und Ramones, die mit ihrem direkten und rebellischen Krach eine Welle gegen das System lostraten. Aufruhr auch in England: Von den Sex Pistols in die Londoner King´s Road gebracht, sorgte der Punk und No Wave aus New York für 'Anarchy in the U.K.' ... die wiederum unzählige Nachahmer und Auffächerungen fand.
 
Neben Black Sabbath allenfalls marginale Bedeutung genoß der doomige Untergrund. Doch es gab sie - nennen wir sie U
 rdoom - die erste Generation um die Acidrocker Atomic Rooster und Stone Bunny, und die okkulten »Invocators to Doom« um Pentagram und Bedemon mit ihrem 'Child Of Darkness' (1973). Und da war noch eine Gruppierung in USA. In Los Angeles ansäßig, erst Tyrant und später Saint Vitus genannt. Die wiederum inszenierten mit ihren ersten Aufnahmen im Jahre 1979 den ersten reinrassigen Doom R o c k. Jene völlig im Untergrund operierenden Gruppen waren es, die mit ein paar genialen Düsterriffs den Weg für die Söhne der Zeitlupe bereiteten.
 
Die 1980er:
Metal im Zenit. Speed, Thrash und Death - Höllenhunde des Doom
 
Es begann als Abgrenzungsversuch und endete in einem welterschütternden Spektakel: 1979 geboren, verwandelte die New Wave of British Heavy Metal binnen fünf Jahren den angestaubten Hard Rock durch Punkinfluenzen in ein neues Element - den Heavy Metal. Angel Witch und Judas Priest hießen sie, und Iron Maiden war ihr Flaggschiff. Vier Jahre später war die NWoBHM tot. Spandexjeans und Haarspray waren die Utensilien des kommerziell erfolgreicheren US-Glamrock um Guns ´N Roses und Mötley Crüe. Der wiederum wurde von der aufkommenden Hardcore- und Crossover-Bewegung vernichtet. Die schneidenden E-Gitarren der NWoBHM gekreuzt mit dem Zorn des Punk ergaben einen neuen grellen Cocktail: den Thrash Metal. Thrash war noch eine Spur aggressiver als der ohnehin schon extreme Speed Metal. Exodus, Metallica und Slayer waren 1982 ihre apokalyptischen Vorreiter. Megadeth komplettierten die Großen Vier der »Bay Area Scene«. Von der Ostküste revanchierten sich Overkill und Anthrax mit raserischen Granaten gen Kalifornien. Die Thrashwelle schwappte über den Atlantik. In Germania lärmten Kreator, Tankard, Sodom und Holy Moses. In Großbritannien waren es die Ahnen des Black Metal, Venom und Onslaught, in der Schweiz Celtic Frost und Coroner, und in Lateinamerika Sepultura. Ende der Achtziger explodierte die von Death und Obituary initiierte Invasion des Death Metal. Aus den Sümpfen der Everglades krochen sich in Brutalität und Geschwindigkeit übertreffende Berserker wie Morbid Angel, Deicide und Atheist. In Schweden röchelten Entombed und Unleashed, in England Napalm Death und Bolt Thrower, und auf dem Festland Morgoth und Pestilence.
 
Im Zenit des Metal blühte auch der Doom M
 e t a l auf. Die Obskurmetaller Death Row, Angel Witch und Witchfinder General, die Christenhippies Trouble, sowie die Heidendoomer Pagan Altar (1981) waren erste populäre Vertreter. Sie nahmen das Vermächtnis von Black Sabbath auf, die ab 'Technical Ecstasy' (1976) dem Mammon verfielen. Trouble frönten mit 'Psalm 9' (1984) und 'The Skull' (1985) depressiven Stimmungen, erhielten auf Grund ihres Glaubens jedoch das Signum »White Metal«. Mitte der 80er Jahre befand sich der Doom Metal auf dem Höhepunkt. Massivste Influenzen verbrachen die Kalifornier Saint Vitus mit den metallisch-krachigen 'St. Vitus' (1984) und 'Hallow´s Victim' (1985). Einer der führenden Köpfe wurde The Obsessed/St. Vitus-Frontmann Scott »Wino« Weinrich. Mit 'Born Too Late', 'Mournful Cries' und 'V' sang er zwischen 1986 und 1989 die gewaltigsten Doomwerke aller Zeiten ein - bevor es nach Frust und Desillusionierung zum Bruch kam. Mit Lord Chritus wurde 1992 'C.O.D.' produziert. Vitus´ finales Lebenszeichen gab es 1995 in der Urbesetzung mit 'Die Healing'. 1985 produziertem Pentagram ('Relentless') und 1986 die Tre Kronor Candlemass mit 'Epicus Doomicus Metallicus' finstere Meilensteine von höchster Qualität. Mönchskuttenträger Messiah Marcolin faszinierte mit seinem ungeheuren, engelsreinem Stimmvolumen. Unter den Plattenfirmen waren Hellhound Records Berlin eine immens wichtige Triebfeder. Sie verpflichteten die traditionelle Doom-Rock-Elite um Count Raven, Saint Vitus und Blood Farmers, die Psychrocker The Obsessed, Internal Void, Lost Breed, Iron Man und Year Zero, sowie die Progster Revelation, Unorthodox und Wretched. Die Werke von Hellhound waren wie Erscheinungen aus einem nur von Feuer erhellten Schattenreich. Faszinierend - doch zu schwach gegen den allgewaltigen Speed, Thrash und Death anzukämpfen. Mit den ausgehenden Achtzigern zog sich der Doom zurück.
 
Die 1990er:
Wechselbad der Gefühle - Gothic- und Black Metal, Stoner Rock und Doom
 
Zu Beginn der Neunziger lag der Metal definitiv im Umbruch. Fossile wie Motörhead, Maiden und Priest stürzten in schöpferische Löcher und Gottheiten wie Metallica und Megadeth waren alt und reich geworden. Vorbei war es mit dem Regiment von Speed & Thrash. Der Death Metal hatte sich mit seinem ruppigen Zwangskorsett das eigene Grab geschaufelt. Und im Black Metal wiederum, kämpfte die verschwindend kleine Legion des Inneren Zirkels um die Einsatzkommandos Burzum und Mayhem mit Kirchenabfacklungen und Blutopfern um die Durchsetzung ihrer Ideologien. Allein, die metallische Anhängerschaft dürstete es nach Veränderung. Nachdem der Versuch der Electrolurchen Ministry und Godflesh, den Karren mit maschinenkaltem Industrial aus dem Dreck zu ziehen, kläglich gescheitert war, stiegen die Seattle-Grunger Nirvana mit der Vermischung von Punk und Metal zum »Smells like Teen Spirit« zu neuen Trendsetzern auf. Dazu setzte eine Rückbesinnung auf die handgemachte alte Zeit ein. Kaliforniens Kyuss waren sowas wie die Urheber des Stoner Rock. Der Kommerz entdeckte das Potenzial, und Kyuss lösten sich auf. Nun schossen deren Ableger wie Kakteen aus der Erde. Fu Manchu, Nebula und Queens of the Stone Age hießen fortan die neuen Könige des Wüstenrocks.
 
In den Achtzigern hatte der Feind versucht, den Doom zu zerstören. Stille folgte - doch nicht des Ende! Der Death Metal sorgte für ein neues Erwachen. Als Reaktion auf das extreme Raufen, Saufen und Metzeln fingen manche Gruppen wieder an, sehr langsam zu spielen. Mit zurückgenommenen Gitarren und schleppenden Vokalen und dennoch unter vollem Prozessionsbeschuß. Die Ersten waren New Yorks Winter mit dem froststarrenden Übermonster 'Into Darkness' aus dem Jahre 1990. Ein weiteres Paradebeispiel: Cathedral. Deren Sänger Lee Dorrian - einst bei den Speedgrindern Napalm Death die Gurgel malträtierend - machte ab 1991 das genaue Gegenteil: 'Forest Of Equilibrium' wurde ein ultrazäher und gruftestiefer Kriecher. Der scharfe Kontrast der Langsamkeit des Doom zum restlichen Metal ist übrigens eine wichtige Definition des Doom. Doom wird als behäbig und unauffällig abgetan, als Deprimetal, in dem nichts geschieht. Ja, Doom kommt in Kriechgeschwindigkeit. Doch gerade das Schweratmige, das Spartanische, erzeugt jene Urgewalt und Kraft, die nur der Doom besitzt. (Cathedral brachen später mit diesen Tugenden und verblüfften mit durchgedrehtem Drogenrock.) Ähnliche Wege gingen in USA Dream Death, die späteren Penance. Neben Count Raven und Cathedral hielten auch Solitude Aeturnus ('Into The Depth Of Sorrow', 1991) und The Obsessed die Treue zum Doom hoch. Nicht zu vergessen sei Deutschland im Herbst 1990: ein E
 p i c-Doom-Pflänzchen mit Namen Mirror of Deception erblickte das Licht der Welt. Und die englische Firma Peaceville brachte 1991 mit Paradise Losts 'Gothic' den G o t h i c Doom ins Spiel. Neue Substile, wie der kettenrasselnde A v a n t g a r d e Doom von Type O Negative ('Slow, Deep & Hard', 1991), und von kalten Synthesizern gesteuerter S y m p h o n i c Doom mit Anathema und My Dying Bride entstanden. Die destruktive Variante lieferten die grindenden D e a t h Doomer disEmbowelment. Nicht minder gespaltene Gefühle hinterließen EyeHateGod mit ihrem abgrundtief boshaften Gekreuz aus Doom, Blues und Hardcore. S l u d g e nannte sich jener vulgäre, drastische und dreckige Drogenauswurf aus dem tiefen Süden der USA. Und 'In The Name Of Suffering' war 1992 das erste Album dazu. Nimm den Psych der frühen Siebziger, füge Kyuss hinzu und Du erhältst weltfremd abgefahrenen S t o n e r Doom. Sleep schufen 1993 mit 'Dopesmoker' den Klassiker dafür. Mit 'Esoteric Emotions' tauchten im selben Jahr die völlig sinistren E x t r e m Doomer Esoteric aus Großbritannien auf. Die finnischen Sinnesgenossen hießen Thergothon und Skepticism. Und die verbrachen den endbefreienden F u n e r a l Doom. 1994 beschritten Solstice mit 'Lamentations' stark folkloristische, keltisch angehauchte Wege. Kaum noch Melodie waren die Schallwellenreiter Earth, die mit 'Extra Capsular Extraction' und dem Live-Album 'Sunn Amps and Smashed Guitars' die Schublade A m b i e n t - gerne auch D r o n e Doom - aufmachten. Später dran, aber nicht minder kreativ waren Sunn, die sich einfach nach dem Hersteller der Baß-Verstärker benannten und dem Firmennamen die symbolisierten Druckwellen O))) anfügten. Sunn marschierten nur unter Kapuzen vermummt auf. Die kurzlebige Zeit schuf Boogie-, Jazz- und Viking Doom. Auch etliche andere Phantome traten auf den Plan, die Experimentierfreude war grenzenlos und die Übergänge fließend. Nichts schien unmöglich. Doch viele Gruppen zerfielen oft schon nach kurzer Zeit wieder zu Asche.
 
Die 2000er:
Sag Nein zum Leben durch Ultra Doom
 
Die klapprigen Karren gehen am Längsten. Heavy Metal, Power Metal, Industrial und Grunge: All die Poser und Kunstfiguren auf Zeit waren mit den Nullerjahren Geschichte und verblasen für immer. (Nu-, Post- und all der sonstige nichtssagende Klon-Core interessieren ohnehin keinen.)
 
Einzig der Doom überlebte die Zeiten. Terror, Gewalt, Verwahrlosung und Zerfall bestimmten den Anfang des neuen Jahrtausends. Die Ideologien wurden extremer, die Gefühle wurden extremer, fast stringent schon strebt der Mensch seinem Ende entgegen. Noch zu unseren Lebzeiten. Den passenden Sargnagel stiftet der Doom. Wie durch den körperlich fühlbaren Drone Doom von Sunn O))) und all deren Seitensprüngen. Oder den voller Misanthropie und suizidaler Tendenzen steckenden Alptraum namens U
 l t r a Doom von Bunkur. Was von dieser Welt zu halten ist, bewies Worship-Stimme Fucked-Up Max, der sich zwanzig Jahre nach Joy Divisions Ian Curtis in die Tiefe stürzte. »Doom isst Hoffnung« sagten Versus The Stillborn-Minded. Auf der Startrampe standen nun Reverend Bizarre mit ihrem tintenschwarzen 'In The Rectory Of The Bizarre Reverend', harsche Sludge-Ungetüme wie WarHorse oder die tiefspirituellen Mantra-Doomer Our Survival Depends On Us. Doomshine, Dreaming, Mirror Of Deception, Spancer, Versus The Stillborn-Minded und Voodooshock erhoben Germania zur neuen Weltmacht im Doom. 2003 wurde ein denkwürdiges Jahr: Auf die Dutch Doom Days von Rotterdam 2002 stiegen im folgenden Februar das erste zweitägige Fest des Doom, Doom Shall Rise, und die Belgian Doom Night zu Gent. Die wiedererwachten Saint Vitus kamen zu ihrem »United-Ein-Time«-Blitzkrieg von Amerika nach Sachsen. (Ich durfte den Unberührbaren die Hände drücken und fiel in die andere Welt.) Weitere Legenden kehrten - unterschiedlich überzeugend! - an die Front zurück: Trouble, Pentagram, EyeHateGod... Nach dem Ende von Hellhound fand der Doom vor allem in Southern Lord eine neue Werkstatt. Ein großartiges Album folgt nach dem anderen. Schnell wechselnde Gruppierungen aus dem Punk und Hardcore orientierten sich zum Doom hin und gaben besonders dem Sludge und Drone Doom ganz neue Impulse, oft auch mit extremistischen Bestrebungen. Neue Festivalserien mit vertrauten Dimensionen, ausgerichtet oftmals in kleinsten Klubs, durchbrachen die Oberflächlichkeit der Freiluftkonzerte. So wie der jährlich in Franken steigende Low Frequency Assault. Oder die ungezählten »Doom Overs« in den Städten. Der Doom atmete, er lebte und seine Klänge strahlten dunkler und mächtiger als je zuvor!
 
Die 2010er:
No Metal und Entfremdung durch die Generation des Nichts - Die Endzeit
 
Was zum Teufel war Heavy Metal? Im Grunde hat es die Bewegung nur zehn Jahre gegeben...
 
... und auch der Doom schien zwanzig Jahre nach seiner Entstehung schon wieder zugrunde zu gehen. Zu viele Nachahmer, zuviel Händlertum, zuviel politischer Mißbrauch. Es war zuviel, was da die in die kleine Szene eindrang. Zuviel, was sich Doom nannte, aber nie Doom war. Man vermißte die großen Herzen, das Äußere, was man immer als Doom empfand. Unverrückbare Nachweise wie lange Haare, hatten plötzlich keine Bedeutung mehr. Leute trugen Klamotten von Konzerten, auf denen sie nie gewesen sind. Das Netz erlaubte das Kopieren ganzer Alben, die dann von fingergroßen Geräten abgehört werden konnten. Filmportale machten Konzertbesuche über den heimischen Bildschirm möglich. Die Authenzität litt, und wie jede Subkultur begann der Doom zu einer Mode zu werden, und die Szene sich selbst zu zerstören. Andererseits zerstörten die Helden von gestern ihren eigenen Nimbus und gaben sich durch Wiederauferstehungen im greisen Alter der Lächerlichkeit preis. Vielleicht ist P
 o s t R o c k der neue Doom?! Mit Gruppen wie godspeed you! black emperor, Explosions In The Sky oder Omega Massif, um nur die Spitze der - abgesehen von überfallartig herausgeschrienen Gefühlen - vornehmlich stummen Bewegung zu nennen. Trifft das Bollwerk aus kalt flirrenden Gitarren den Nerv der Neuen Zeit mehr als die brütende Intensität von einst? Ist Post Rock der Brückenschlag zum Ambient Doom (oder umgekehrt)? Niemand anders als Reverend Bizarre hatte sich bereits 2007 aus der Szene verabschiedet. Es war nur ein kleiner, fast unscheinbarer, Aufkleber auf ihrer letzten Schallrille 'So Long Suckers', der aber doch so viel besagte: DOOM METAL IS DEAD.
 
.:: BEGRIFFE ::.
GEDANKEN ¤ STILE ¤ KOMMUNIKATION ¤ OPTIK ¤ TONTRÄGER ¤ ÜBERWERKE
 
GEDANKENGUT
In unserer Zeit der Gleichschaltung und Kontrolle wird alles Unbequeme, alles schwer zu Verstehende - so auch der Doom - immer stigmatisiert. Langhaarige geistern durch Presse, Funk und Fernsehen. Außenseiter, die menschenverachtender, lebensverneinender Musik huldigen. Satanisten werden im Doom vermutet, von Schwarzen Messen ist die Rede. Soviel Dummheit und Unwissen. Doom spiegelt aber die ganz reale Endzeit wider. Doom ist die pessimistische (einige würden sagen: realistische) Wirklichkeit! Das unausweichliche Ende allen Lebens spielt eine Rolle, die Nichtigkeit allen Seins. Dementsprechend sind da Gefühle wie Schmerz, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung. Die Inhalte reichen von fiktiven Monstern, sagenhaften Figuren und Geisterdrachen über den leeren Alltag und Drogen bis hin zu Umweltzerstörung, Kontrollverlust und Selbstzerstörung. Die neue Generation verarbeitet auch Persönliches, negative Erlebnisse finden ein Ventil. Enttäuschungen, Einsamkeit, Ohnmacht sind wichtige Punkte. Aber auch Ablehnung und die Hoffnung auf ein Erwachen. Selten hat Doom religiöse Inhalte. Und definitiv nichts hat er mit Satanismus oder Faschismus zu tun.
 
STILARTEN
Doom Rock
Unterschiedliche Ideologien und Absichten erzeugen unterschiedliche Strömungen und Stile. Das Wesen der Alten Garde liegt dabei im Niedergedrücktsein des Blues in Verbindung mit dem Psychedelic Rock der 70er und dem Metal der 80er Jahre. Die Schlüsselrolle nehmen die Gitarren ein. Ferner lebt die Sparte vom Gesang. Als Stilbildner gelten: Blood Farmers, Cathedral, Count Raven, Dreaming, Internal Void, Lost Breed, Naevus, Orodruin, Pagan Altar, Penance, Pentagram, The Gates of Slumber, The Obsessed, Saint Vitus, Thunderstorm, Trouble, Warning, Witchfinder General und Year Zero.
 
Death Doom
Die Fusion der kontrastierenden Deather und Doomer hauchte dem obsoleten Doom Rock neues Leben ein. Death Doom ist nervenzerfetzend aggressiv und transportiert morbides Flair, manchmal auch einen Hauch Romantik. Der Gesang reicht von klaren Tonlagen über Gekrächze bis zu gutturalen Grunzlauten (Growls). Gruppen: disEmbowelment, Dream Death, Indesinence, Mourning Beloveth, My Dying Bride, Officium Triste, Paradise Lost, Ramesses, Winter
 

Drone (Ambient) Doom
Die intellektuelle Variante und das Ende der Musik! Drone sprengt alle Grenzen der Abstraktheit. Ein Mahlstrom aus alptraumhaftem Dröhnen und Brummen, diffusen Klangverfremdungen und Rückkopplungseffekten, wenn überhaupt, dann verlorenen Stimmen, und definitiv keinen (!) Melodien, machen Drone maximal physisch spürbar. Inhaliere diesen Stoff durch maximale Lautstärke!)))))) Wichtige Gruppen sind Boris, Caldera, Earth, ephemeroL, Khanate, Omega Massif, Sunn O))), Switchblade.
 
Epic (Power) Doom
Die Emotionalsten! Glockenreine Vokale zelebrieren voller Melancholie steckende Verlierergeschichten. Dabei gesellen sich zu leisen, berührenden und zugleich auch schmerzhaft-traurigen Melodien mitunter Elemente des Folk oder Schwelgereien der symphonischen Art. In ihrer Gesamtheit strahlen die Lieder eine ungeheure Mystik und Endgültigkeit aus und unterschreiten niemals die Sechs-Minuten-Grenze. Poeten des Doom sind Akelei, Candlemass, Cold Embrace, Doomshine, Forsaken, Mirror of Deception, Sevenchurch, Solitude Aeturnus, Solstice, While Heaven Wept.
 

Funeral Doom
Die Tonwelt für die letzte Reise. Ein Stirb langsam, kredenzt von den Meistern der Monotonie. Funeral ist verstörend, unheilsschwanger und ausgesprochen depressiv-suizide drauf, andererseits aber auch schon wieder träumerisch. Zu eindringlich tiefen Orgeln gesellt sich zuweilen auch Black-Metal-Gekeif. Folgende Gruppen huldigen der zermalmenden Wucht im Schneckentempo zelebrierter Minimalität: Ahab, Evoken, Funeral, Imindain, Loss, Mar de Grises, My Shameful, Pantheïst, Ras Algethi, Sinistra, Skepticism, Thergoton, Worship.
 

Progressive Doom
Ähnlich lang und poetisch wie der Epic Doom, nur fantasievoller, detaillverliebter und wendungsreicher. Im Prog wird konstruiert, experimentiert und improvisiert. Schwere und Zerbrechlichkeit werden wie ein Puzzle auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt. Rockige Grundmuster werden dabei mitunter von jazzigen Elementen unterwandert. De facto erschließen sich die Rätsel der Stilart aber nur einer Randgruppe. Erwähnenswerte Formationen sind die Pioniere um Revelation, Unorthodox, Wretched.
 

Sludgecore
Terror. Ende. Aus. Die totale Zerstörung durch tiefenverzerrte Gitarren, irritierende Rückkopplungen und surreal-brutale Knurrlaute. Schlammschlick zwischen Hardcore und Doom. Die Inhalte sind zynisch, nihilistisch, sie haben den Charme von Groschenheften und streifen nicht selten die Grenzen des guten Geschmacks. Gruppen: Burning Witch, Buzzoven, Church of Misery, Crowbar, EyeHateGod, Fleshpress, Golden Gorilla, Grief, Heavy Lord, Iron Monkey, Low Man´s Tune, Möse, Our Survival Depends On Us, Soulpreacher, Spancer, Tekhton, Tephra, Thee Plague of Gentlemen, Tollwuet, Versus The Stillborn-Minded, WarHorse
 
Stoner (Space) Doom
Die Nachhut zur Karawane der Blumenkinder. 70er Psychedelic Rock, dazu weiche Fuzz- und Wah-Wah-Distortionen, gepaart mit einer saloppen Verbundenheit zu Rauschmitteln, ergeben einen bewußtseinserweiternden bis durchgedrehten Trip. Die Inhalte sind positiver und lebendiger als die ihrer Doomgenossen. Nicht selten werden die guten Vibrationen durch psychedelische Lichtschauen noch zusätzlich vertieft. Gruppen: Acid King, Acrimony, Electric Wizard, Goatsnake, Sleep, Sons Of Otis, Ufomammut, YOB
 
Ultra (Black) Doom
Handlungsanweisung zum Selbstmord durch Misanthropie bis in die letzte Konsequenz. Anders als im ursprünglichen Doom Rock geht es beim Black Doom mehr um Ästhetik als um Melodien. Ultra Doom bedeutet einen ultraschwarzen Prozessionsbeschuß aus Death, Doom und Drone durch wie am Spieß herausgeschriene Hysterie (Shouting) und verzerrte Übersteuerungsparanoia (gestreckt bis zu einer Stunde) mit sämtlichen Reglern nach rechts gedreht. Wer diese Musik versteht und überlebt, verfügt über eine starke Persönlichkeit! Dem Verfaßer am nächsten stehen: Black Shape Of Nexus, Bunkur, Esoteric, Malasangre, Moss, Rorcal und Skitliv.
 
KOMMUNIKATION
Bis Mitte der 80er Jahre fristete der Heavy Metal nur ein Randgruppendasein. Die Presse schwieg sich aus, renommierte Szeneblätter trugen Scheuklappen, und Funk und Fernsehen ignorierten den Metal vollständig. Im goldenen Zeitalter traten private Sender und Sendungen wie »Mosh« (RTL), »Hard´n´Heavy« (Tele5), »Headbangers Ball« (MTV), »Hard´n´Heavy«, »Metalla« und »Virus« (VIVA) auf den Plan. Seither ist der Metal im Fernsehen erneut tot. Kaum besser ist die Lage im Äther. Gerade Doom hört man nicht so nebenbei. Viele Stücke entfalten sich erst nach sechs Minuten so richtig. Überlänge hat aber keine Chance im Rundfunk. Dazu kommt die unbequeme Natur des Doom. Doch im Untergrund existiert eine Bewegung, die den Doom auch ohne hintersinniges Trachten am Leben hält. Das bedeutendste Mittel bleiben die Tonträger. Idealisten stellen mit einfachsten Mitteln Szenehefte und Fanzines her. Und durch das Netz können Gruppen und Anhänger schnell und kostenlos Informationen über Platten, Konzerte und sonstige Neuigkeiten tauschen.
 
KLEIDUNG
Was trägt ein Doom-Metaller? Glaubensfrage! Bis in die frühen Neunziger waren lange Haare eine Selbstverständlichkeit. Obwohl sich im neuen Jahrtausend vermehrt rasierte Köpfe ausmachen lassen, sind Doomkonzerte nach wie vor die Ereignisse mit den meisten Langhaarigen. Die Kleidung ist tendenziell schwarz. Schwarz verbindet! Ein Muß ist das bedruckte Hemd, bevorzugt mit Gruppenname oder Plattenmotiv. Man trägt Drillich, aber auch Denim oder Schlaghosen, und in der Regel schweres Schuhwerk. Außer Kreuzen, Pentagrammen, Eisernen Kreuzen, Thorshämmern, Totenköpfen und individuellen Talismanen ist der bei Metallern beliebte Eisen- und Nietenschmuck eher Nebensache, genauso wie Tätowierungen und Körperbemalungen. Musiker und Anhänger sind äußerlich gleich.
 
TONTRÄGER
Den Inhalten entsprechend sind die Aufmachungen düster. Plattenhüllen sind nicht selten in fahlen Schwarz-, Weiß- und Grautönen gehalten. Sie können von Kreuzen oder Kirchen geziert sein, von Fantasymotiven, aber auch von Militärgerät und endzeitlichen Landschaften. Die Beihefte enthalten neben den Texten auch Einsichten zu den Künstlern und deren Freundeskreise. Manche Gruppen geben sich mystische Namen, andere philosophische, wieder andere martialische, kämpferische. Die Namenszüge der Gruppen - vor allem die der Extremdoomer - können bis zur Unleserlichkeit verfremdet sein. Viele stellen Tondateien ins Netz. Hier findest Du Verweise zu >> Gruppen, Händlern & E-Zines. Entdecke den Doom vor allem auch in Echt bei einem Konzert. Die Aktion läßt die Magie des Doom körperlich werden!
 
TODESKAPSELN
10 Doomrockepiker
Cathedral - Forrest Of Equilibrium
Count Raven - High On Infinity
The Gates of Slumber - The Awakening
Lord Vicar - Fear No Pain
Mirror of Deception - Mirrorsoil
Reverend Bizarre - So Long Suckers
Saint Vitus - V
Solitude Aeturnus - Into The Depth Of Sorrow
Warning - The Strength To Dream
While Heaven Wept - Sorrow Of The Angels
10 Blackdronedoomer
Bunkur - Bludgeon
Esoteric - Epistemological Despondency
EyeHateGod - Take As Needed For Pain
Iron Monkey - Our Problem
My Shameful - ... Of Dust
Osdou - One Jump Too Often Into The Ocean...
Rorcal - Heliogabalus
Spancer - Countdown To Victory
VTS-M - Audibly Bleeding
Winter - Into Darkness
 
.:: LICHTSPIELE ::.
  Black Shape Of Nexus ... D-Karlsruhe, Stadtmitte, 26. Februar 2007
   Buzzoven ... Last show ever 1998 - Route 44, Virginia Beach
   Cathedral ... Ebony Tears, Videoclip 1991
   Doomraiser ... The Age of Christ - USA-Selargius, CA, Titty Twister, 9. September 2006
   Electric Wizard ... Supercoven, Live in USA 2002
   EyeHateGod ... Jackass in the Will of God
   The Gates of Slumber ... Riders of Doom, USA-Chikago, Double Door, 10. Juni 2006
   Gorilla Monsoon ... Codeine Commander - Göppingen, April 2005 (mit headbanging Hl.Vitus)
   Reverend Bizarre ... Doom Over The World, Videoclip 2005
   Saint Vitus ... White Stallions, USA-The Palm Springs Community Center, 16. Mai 1986
 
.:: AUSBLICKE ::.
BLACK SHAPE OF NEXUS, OBELYSKKH
D-München, Sunny Red (Feierwerk), 24.2.12
 
CATADOOMED FESTIVAL
BLACK SHAPE OF NEXUS, Conan, Black Capricorn, Obelyskkh
D-Würzburg, Immerhin, 14.4.12
 
HEAVY DAYS IN DOOM TOWN
PAGAN ALTAR (uk), WOUNDED KINGS (uk), GRIFTEGÅRD (swe), WORSHIP (de), DEVIL (no), CAUCHEMAR (can), PROCESSION (swe/chile), AGUIRRE (fr), HERDER (nl), BURNING SAVIOURS (swe), OCEAN CHIEF (swe), KONGH (swe), PROFETUS (sf), SKOGEN BRINNER (swe), PYRAMIDO (swe), SUMA (swe), BLACK OATH (it), MOONLESS (dk), BOTTOM FEEDER (dk), JESS AND THE ANCIENT ONES (sf), TORCHLIGHT (dk), PILGRIM (us), BRUTUS (no), SINISTER CREATION (dk), ALDEBARAN (us), JEX THOTH (us)
DK-Kopenhagen, 1. Ungdomshuset, 2. Loppen, 3. Stengade, 3.-6.5.12
 
MALTA DOOM METAL FESTIVAL
DAWN OF WINTER (GERMANY), FOREST STREAM (RUSSIA), SLIT (MALTA) special sludge show, HOODED PRIEST (NETHERLANDS), SORCERER (SWEDEN), IRON VOID (ENGLAND)
MT-Buskett Road House, 2.+3.11.12

 
ROADBURN 2012
u.a. diSEMBOWELMENT, Conan, Yob, 40 Watt Sun, Church of Misery, The Obsessed, Sleep, Coroner, Fleshpress, Internal Void
NL-Tilburg, 013, 12.-15.4.12

 
Rorcal - Világvége European Tour 2012
05.4. Münster, Germany
06.4. Belgium
07.4. Hamburg/Bremen, Germany
08.4. Malmö, Sweden
09.4. Gotteborg, Sweden
10.4. Copenhagen, Danemark tbc.
11.4. Berlin/Dresden Germany
12.4. Leipzig, Germany
13.4. Manheim/Stuttgart, Germany
14.4. Switzerland
 
.:: GRÜSSE UND KÜSSE (AUCH NACH DRÜBEN IN DIE ANDERE WELT) ::.
Ahab
Autumn Of Doom
Belgian Doom Night
Black Shape Of Nexus
Bunkur
Caldera
Condemned To Suffer
Count Raven
Dead Heart Bleeding
Debris Inc.
Doom Shall Rise
Doomshine
Dreaming
Drecksau
Dust
Dutch Doom Day
Earth Flight
Ephemerol
Esoteric
Extorian
Forsaken
Golden Gorilla
Gorilla Monsoon
Heavy Lord
Imindain
Lord of the Grave
Lord Vicar
Low Frequency Assault
Low Man´s Tune
Malasangre
Mirror of Deception
Möse
Moss
My Shameful
November´s Doomsday
Omega Massif
Our Survival Depends On Us
Penance
Petrified
Pÿlon
Radare
Reverend Bizarre
Rorcal
Saint Vitus
Semlah
Shepherd
Sinistra
Skitliv
Soulpreacher
Space Pilgrim
Spancer
Tekhton
Tephra
The Atlas Moth
The Gates of Slumber
The Walruz
Thee Plague Of Gentlemen
Thunderstorm
Tollwuet
Versus The Stillborn-Minded
Voodooshock
Wall Of Sleep
WarHorse
Warning
Well Of Souls
Wight
Worship
 
Verflucht, verloren und zerdoomt...
Heiliger Vitus
Letzte Aktualiserung: 22. Januar 2012